Fricktal

Wertvolle Schmuckstücke: Zuerst gestohlen und nun wieder bei Eigentümern

Ein Teil der Einbruchsbeute: Mehrere Bestohlene haben ihren Schmuck wieder.

Ein Teil der Einbruchsbeute: Mehrere Bestohlene haben ihren Schmuck wieder.

Ein Aufruf in den Medien zeigte Wirkung: Wertvolle Schmuckstücke, welche die Polizei im November bei drei Georgiern fand, sind wieder bei den rechtmässigen Besitzern. Die Untersuchungshaft für die drei geständigen Kriminaltouristen wurde verlängert.

Im November fand die Kantonspolizei Aargau bei drei Georgiern zahlreiche Schmuckstücke. Die Bilder wurden in den Medien veröffentlicht in der Hoffnung, die rechtmässigen Besitzer ausfindig zu machen (die az berichtete).

Das ist zumindest teilweise geglückt. «Die Veröffentlichung des sichergestellten Schmucks war aus Sicht der Staatsanwaltschaft ein Erfolg», sagt Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage von aargauerzeitung.ch.

Aussergewöhnlicher Schmuckfund der Kantonspolizei Aargau

Aussergewöhnlicher Schmuckfund der Kantonspolizei Aargau

Noch Massenware vorhanden

Aus der Region Olten und der Region Burgdorf haben sich mehrere Personen gemeldet, in deren Mehrfamilienwohnungen eingebrochen und Schmuck geklaut worden war. Sie haben Stücke zurückbekommen. «Die auffälligsten Schmuckstücke konnten zugeordnet werden», so Strebel. Es sei zwar noch weiterer Schmuck vorhanden, dabei handle es sich aber vor allem um «Massenware».

Die Kantonspolizei, bei der sich die Schmuckstücke befanden, ist nach dem Medienaufruf von einem eigentlichen Run verschont geblieben, wie Mediensprecherin Barbara Breitschmid ausführt. Es seien weniger als zehn Personen vorbeigekommen, um die Schmuckstücke näher anzuschauen. Die meisten waren ehrlich und versuchten nicht, sich Schmuckstücke mit falschen Angaben zu erschwindeln. «Mehrere haben sogar gesagt, dass unter den Schmuckstücken keine sind, die ihnen gehören», sagt Breitschmid.

U-Haft verlängert

Die drei Georgier befinden sich nach wie vor in Untersuchungshaft. Einer ist einschlägig vorbestraft. «Das Zwangsmassnahmengericht hat die Untersuchungshaft auf Antrag der Staatsanwaltschaft um drei Monate verlängert», sagt Elisabeth Strebel.

Welchen Antrag die Staatsanwaltschaft stellen wird, ist noch unklar. Klar ist dagegen, dass die drei Georgier Einbrecher und Diebe sind. «Alle Beschuldigten sind geständig, den in ihrem Auto sichergestellten Schmuck gestohlen zu haben», so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Schmuck wird möglicherweise verkauft

Fragt sich noch, was mit jenem Schmuck geschieht, dessen rechtmässige Besitzer sich noch nicht gemeldet haben? «Sollte Schmuck aus einem Delikt nicht zugeordnet werden können, wird er eingezogen und verwertet, in der Regel dann versteigert beziehungsweise verkauft», sagt Elisabeth Strebel. Das geschieht, sobald das Urteil rechtskräftig ist. Der Erlös fliesst dann in die Staatskasse.

Die Polizei hatte die drei Georgier nach einem Ladendiebstahl in Oeschgen in der Region Frick kontrolliert. In ihrem Honda fand sie die zahlreichen Schmuckstücke, Bargeld und Einbruchswerkzeug. Der Schmuck befand sich in der Selbstverkleidung der Türen. Spezialisten fanden ihn, als sie das Auto auseinandernahmen.

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