Sisseln
Werbetrommel für den neuen Jugendcontainer

Am Freitag eröffnete der neue Jugendcontainer in Sisseln das neue Angebot der offene Jugendarbeit Sisslerfeld. Öffnen und schauen was passiert – das ist das Motto.

Hans Christof Wagner
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Tomas Horak und Raphaela Gisler, die im neu eröffneten Container auf Jugendliche warten – leider vergeblich. hcw

Tomas Horak und Raphaela Gisler, die im neu eröffneten Container auf Jugendliche warten – leider vergeblich. hcw

Zwei Jahre über war der Container leer gestanden. Muffig roch es darin, als Tomas Horak und Raphaela Gisler, die beiden verantwortlichen Sozialarbeiter, sich Ende Juni ans Werk machten, um das Gebäude für seinen neuen Zweck herzurichten.

Sie entfernten altes Gerümpel, schrubbten die Wände ab und beseitigten Schimmel. Neue Möbel, Lampen und Sitzgelegenheiten mussten her. Bewusst unfertig, auch aussen, ist der neue Container noch gehalten. Den Feinschliff der Gestaltung wollen die beiden mit den Jugendlichen gemeinsam angehen. «Es soll ja ihr Raum sein», sagt Horak. Sie sollen ihn annehmen und sich darin wohl fühlen.

Neues Angebot

Jetzt muss es sich unter der Jugend der vier Trägergemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein herumsprechen, dass es das neue Angebot am Rande des Sportplatzes Grossmatt in Sisseln gibt. Alle zwei Wochen, immer freitags zwischen 19 und 23 Uhr, steht der Container offen. Wer kommen will, der kommt. Öffnen und schauen was passiert – das ist das Motto.

So verfährt die Jugendarbeit in den vier Gemeinden schon seit Sommer, als sie offiziell an den Start ging. Spontan sein und die Jugendlichen dort abholen, wo sie sich ohnehin schon aufhalten – das ist das Prinzip des Jugendmobils, das seit dieser Zeit unterwegs ist. Tomas Horak und Raphaela Gisler fahren zu Schulhöfen, öffentlichen Plätzen und überall dorthin, wo sich ihre Zielgruppe bereits versammelt. Als Kommunikationsplattform dient das Online-Netzwerk Facebook. Hier fragen die beiden auch einfach an: «Heute Nachmittag ab 15 Uhr bin ich mit dem Jugendmobil unterwegs. Wo soll ich hinkommen?»

Mal sind es 2, mal 20 Jugendliche

Unterschiedlich viele Kinder und Jugendliche hätten sie erreicht, seit sie regelmässig auf Tour sind und den festen Treff in der Zürcherstrasse in Stein anbieten. «Mal sind es nur zwei, mal sind es 20, die wir antreffen oder die zu uns kommen», berichtet Horak. Voraussagen könne man das nie. Sei während der Sommerferien die Resonanz noch verhalten gewesen, nehme der Bekanntheitsgrad der Angebote immer mehr zu.

Container noch unbekannt

Auch dass der Jugendcontainer in Sisseln nun geöffnet hat, muss erst noch bekannt werden. Tomas Horak und Raphaela Gisler haben am Freitagabend vergeblich auf Jugendliche gewartet, obwohl sie bis 23 Uhr vor Ort waren. Damit es in zwei Wochen anders läuft, wollen beide jetzt die Werbetrommel rühren und gezielt an den Schulen darüber informieren.