Fricktal

Wer tritt im Herbst wieder zu den Gemeinderatswahlen an? – eine Übersicht

Für 160 Fricktaler Gemeinderäte stellt sich die Frage, ob sie wieder kandidieren wollen. Archiv/Schwager

Für 160 Fricktaler Gemeinderäte stellt sich die Frage, ob sie wieder kandidieren wollen. Archiv/Schwager

Wer tritt im Herbst zu den Gemeinderatswahlen wieder an und wer tritt zurück? Die az zeigt, wo bereits Entscheide gefallen sind.

In diesem Jahr stellt sich für die 160 Fricktaler Gemeinderäte wieder die Frage aller Politikerfragen: Kandidiere ich nochmals? Oder trete ich ab? Denn Ende Jahr geht die vierjährige Amtszeit zu Ende und bis dahin müssen, so schreibt es das Gesetz vor, sämtliche Gemeinderäte gewählt und alle (Vize-) Ammänner gekürt sein.

Die az fragte deshalb bei den Gemeindeammännern nach, wo bereits Klarheit besteht und wo noch Nebel über den Wahlabsichten liegt. Fazit: In mehr als der Hälfte der Gemeinden sind noch nicht alle Entscheide gefallen – oder die Gemeinderäte hüllen sich in vielsagendes Schweigen. «Ich entscheide mich im Februar», sagt etwa der Möhliner Gemeindeammann Fredy Böni. In Gipf-Oberfrick wird der Gemeinderat laut Ammann Regine Leutwyler «an einer der nächsten Sitzungen darüber diskutieren, wer im Gemeinderat bleibt oder allenfalls aufhört».

Rainer Schaub, Gemeindeammann von Sisseln, will sich bis Ende März entscheiden, der Laufenburger Stadtammann Herbert Weiss rechnet «in den nächsten zwei Monaten» mit Klarheit, wie es im Städtchen aussieht. Bereits entschieden hat sich Peter Weber, Gemeindepräsident von Mettauertal; er will aber erst nach der Klausurtagung kommunizieren. Klare Sichtverhältnisse herrschen auch in Frick. Man sei aber übereingekommen, die Entscheide erst nach den Frühlingsferien zu kommunizieren, erklärt Ammann Daniel Suter.

Für März stellt auch Gemeindeammann Franziska Winter in Aussicht, wie es in Kaisten weitergeht. «Noch offen» ist die Situation ebenfalls in Herznach, Obermumpf, Wölflinswil und Zeiningen. In Stein ist laut Gemeindeammann Hansueli Bühler «noch nichts über mögliche Rücktritte» bekannt.

Rheinfelden wählt schon im Juni

Zeit bleibt, denn die ersten Wahlgänge finden in den meisten Gemeinden am 24. September statt. Anders in Rheinfelden: Hier findet der erste Wahlgang bereits am 25. Juni statt. Dies deshalb, weil in Rheinfelden die Gemeinderats- und die (Vize-)Ammann-Wahlen nicht zeitgleich stattfinden, sondern nacheinander. Das heisst: Erst wenn die Stadträte gewählt sind, was zwei Wahlgänge dauern kann, schreiten die Rheinfelder zur Kür von Stadtammann und Vizeammann. In extremis finden in Rheinfelden also vier Wahlgänge statt.

  • In Rheinfelden haben denn auch schon alle Stadträte die Karten auf den Tisch gelegt: Béa Bieber hört Ende Jahr auf, Stadtammann Franco Mazzi, Vizeammann Brigitte Rüedin und die Stadträte Hans Gloor und Walter Jucker treten nochmals an.
  • Hellikon tritt Gemeinderat Ernst Schlienger nicht mehr zur Wahl an. «Da kein verbleibendes Ratsmitglied das Amt des Gemeindeammannes übernehmen möchte, werde ich nochmals zur Wahl antreten, aber nicht mehr für eine ganze Amtsperiode zur Verfügung stehen», sagt Kathrin Hasler und spricht von «maximal zwei Jahren», in denen sie das Ammann-Amt noch ausüben wird. «In dieser Zeit soll ein neues Mitglied eingearbeitet werden.»
  • In Hornussen kandidieren Gemeindeammann George Winet sowie drei Gemeinderäte erneut. Ein Ratsmitglied prüft die erneute Kandidatur noch.
  • In Münchwilen tritt Gemeindeammann Willy Schürch nicht mehr an.
  • In Schwaderloch, dessen Gemeinderat derzeit aus vier Mitgliedern besteht (die Ersatzwahl findet am 12. Februar statt), kandidiert Gemeindeammann Rolf Häusler «nach heutiger Planung» nicht mehr für die neue Amtsperiode. Die drei anderen Gemeinderäte – Vizeammann Ursula Wüst, Peter Stähli und Marta Neukom – treten nochmals an.
  • Ein klares Ja kommt von Mario Hüsler, Gemeindeammann von Gansingen; er tritt wieder an. Dies gilt auch für Paul Herzog, Ammann von Wallbach. Hier tritt Vizeammann Michaela Lüchinger Ende Jahr zurück; Werner Bitter, Roland Jegge und Jris Pümpin Reiffer stellen sich zur Wiederwahl.
  • In Kaiseraugst treten sämtliche Gemeinderäte wieder an. Sibylle Lüthi kandidiert wieder als Gemeindepräsidentin, Françoise Moser als Vizepräsidentin.
  • Schupfart tritt der vor wenigen Wochen frisch gewählte Gemeindeammann René Heiz, wenig verwunderlich, wieder an. Zur Wiederwahl stellen sich Verena Kläusler, Angela Hurschler und Thomas Kyburz. André Steinacher demissioniert. Auch in Magden will es der neue Ammann, André Schreyer, nochmals wissen. «Ich werde, nachdem ich das Amt soeben angetreten habe, Ende Jahr nicht schon wieder zurücktreten.»
  • Ebenfalls seit Anfang Jahr amtet Stefan Güntert als Gemeindeammann von Mumpf. Über die nächste Wahl habe er sich denn auch noch keine Gedanken gemacht, sagt Güntert und fügt mit Schalk hinzu: «Jedoch ist es auch so, dass es mir bis jetzt noch nicht verleidet ist.»
  • Eiken ist der Gemeinderat nach vielen Wechseln seit November wieder komplett. Gemeindepräsidentin Renate Bitter gibt sich zurückhaltend. Man werde sich Gedanken für die weitere Zukunft machen. «Allerdings sind wir noch nicht so weit, um verbindliche Aussagen machen zu können.» Als Zeithorizont nennt sie das Frühjahr.
  • In Zuzgen verabschieden sich Gemeindeammann Heinz Kim und Vizeammann Alois Büchler aus dem Gemeinderat. Daniel Hollinger, Roger Kamm und Karin Michel treten wieder an.
  • Willy Schmid kandidiert wieder als Ammann von Wegenstetten. Drei Gemeinderäte treten sicher wieder an, einer wird sich bis Mitte Jahr entscheiden. Namen will Schmid nicht nennen.
  • Wittnau ist die Situation «grösstenteils klar», sagt Gemeindeammann Werner Müller. Er tritt Ende Jahr zurück. Die anderen vier Gemeinderäte treten wieder an, als Gemeindeammann kandidiert der bisherige Vize Andreas von Mentlen.

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