HOlzerkurs
Wenn die Uhrmacherin im Wald von Gipf-Oberfrick zur Motorsäge greift

Sie hat gegenüber schweren Maschinen und Geräten, wie sie bei der Waldarbeit benützt werden, überhaupt keine Berührungsängste: Anita Läuchli aus Remigen beteiligt sich diese Woche im Wald von Gipf-Oberfrick am Holzhauerkurs für Fortgeschrittene.

Walter Christen
Merken
Drucken
Teilen

Nachdem sie bereits den Einführungskurs erfolgreich absolviert hatte, wollte sie ihre Kenntnisse vertiefen. Das erfuhr ihre Klasse am Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg bei Gränichen. «Zu meiner Hochzeit schenkten mir dann die Klassenkameraden einen Gutschein für den Fortgeschrittenenkurs», hielt Anita Läuchli im Gespräch mit der az Aargauer Zeitung fest.

Die ausgebildete Uhrmacherin fand Gefallen an der Waldarbeit. «Zu unserem Bauernbetrieb gehört auch Wald, und nun kann auch ich dort mit der Motorsäge arbeiten.»

Arbeitssicherheit im Wald

Läuchli war eine von 2 Frauen, die nebst 21 Männern in Gipf-Oberfrick am Holzerkurse für Anfänger und Fortgeschrittene teilnahmen. Ziel der Kurse ist die Förderung der Arbeitssicherheit im Wald. Aus diesem Grund wird die stufenweise Ausbildung angeboten. Verschiedene Arbeitsabläufe können dabei trainiert werden von Leuten, die das erste Mal im Wald arbeiten, oder von solchen, die an einem Fortgeschrittenenkurs teilnehmen.

Zur Tätigkeit im Wald, mit der ganzen Palette der Arbeit, zählen ebenfalls die Kenntnisse im inneren Dienst. Das heisst: Kettenunterhalt und Störungsdienst. Im Forstwerkhof von Gipf-Oberfrick wurden entsprechende Informationen erteilt, während die praktische Arbeit im Wald stattfand.

Zwei Frauen dabei

Einen Schlag von 1000 Kubikmetern hat Förster Stefan Landolt zur Verfügung gestellt für den Motorsägekurs (15 Teilnehmende) und den Holzerkurs für Fortgeschrittene (8 Beteiligte), darunter 2 Frauen. Organisiert werden die Kurse vom Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg in Gränichen und vom Aargauischen Verband für Landtechnik.