Laufenburg
Wenn die Narren den Frühling spüren

45 Fasnachtsgruppen schlängelten sich gestern laut, bunt und mit Konfetti bewaffnet durchs Städtchen. Berghexen, Höllenknechte, Waldgeister und Rappechlapf-Teufel heizten den Zuschauern bei schönstem Frühlingswetter tüchtig ein.

Peter Schütz
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Fasnachtsumzug Laufenburg Impressionen des bunten Treibens
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Fasnachtsumzug Laufenburg Impressionen des bunten Treibens
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Fasnachtsumzug Laufenburg
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Fasnachtsumzug Laufenburg Impressionen des bunten Treibens

Fasnachtsumzug Laufenburg Impressionen des bunten Treibens

Bunter und fröhlicher als am gestrigen grenzüberschreitenden Umzug in Laufenburg geht es nicht. Deshalb waren nur zufriedene Gesichter zu sehen. Natürlich war dazwischen auch etwas Angst auszumachen, aber nicht ohne Grund. Denn manch eine gruselige Maske verstand es prima, den Zuschauern einen Schrecken einzujagen, wenn diesen der Sinn woanders stand, etwa beim Würstchenessen.

Dann hatte eine ins Publikum springende Hexe leichtes Spiel. Schönes Gekreische, und hopp noch Konfetti in den Kragen schütten und drücken, sodass es nur jene lustig fanden, die daneben standen. Aber die kamen auch noch dran. «Nützt nüt», klärte eine Stadthäxe einen Jungen auf, der sich gegen die närrischen Eingriffe wehren wollte.

Andere ergaben sich still ihrem Schicksal, liessen die Konfettiladung über sich ergehen, vielleicht in der Hoffnung, dass noch etwas Süsses hinterher kam. Nur leider kam meistens nichts Süsses hinterher, höchstens ein weiterer Narr mit Konfettinachschub. Der Umzug am Sonntagnachmittag mit den 45 Gruppen hatte es also in sich.

Fasnächtler mögens kühler

Anders als vor einem Jahr spielte das Wetter mit, ein Hauch von Frühling lag in der Laufenburger Luft. Es schien jedoch, als ob viele von den gut 1600 Umzugsteilnehmern nicht unbedingt auf Wärme scharf waren. Unter den meistens recht dichten Kostümen und Häs kamen sie ins Schwitzen, vielleicht auch wegen der Rennerei, die besonders die jungen Maskenträger veranstalteten.

Dem Wetter gut angepasst hatten sich die Schüler der Burgmattschule, die in violetten Shirts mitgingen. Im Gegensatz dazu dem Wetter nicht gut angepasst waren zum Beispiel die Berghexen, die Höllenknechte, die Waldgeister oder die Rappechlapf-Teufel, die vom Scheitel bis zur Sohle eingemummt waren. Da floss sicher die eine und andere Schweissperle unter der Maske.

Veranstaltet hatten den Umzug die Narro-Altfischerzunft und die Laufenburger Salmfänger. Monika Spring und Anita Schraner bildeten das Moderatorinnenteam. Als die Paradiesvögel Grunholz über den Marktplatz marschierten, fand Schraner: «Wir sind auch gern im Paradies, bei dem Wetter erscheint es umso schöner.»

Enormes Interesse

Die Organisatoren durften sich über ein enormes Interesse freuen: Vom Marktplatz über die Laufenbrücke bis ins Dütsche standen die Zuschauer dicht nebeneinander. Mancherorts gab es kein Entrinnen, wenn ein Maskenträger seinen Übermut teilen wollte.

Ein bisschen Wehmut war auch im Spiel, weil die Schlossbärghüüler zum letzten Mal dabei waren. Die machten trotzdem eine gute Figur und hatten noch einmal alles aufgeboten, was Guggenmusik im Blut hat.

Viele Gruppen stammten aus der Region, ein paar hatten weite Wege auf sich genommen – unter anderem die Schwyzer Nüssler, die Guggenmusik Guggalla aus Steinhausen oder Toggenburger Waldhäxen aus Ebnat-Kappel. Nach gut einer Stunde war all die Pracht vorbei.

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