Mit Vorträgen und Virtual Reality war es richtig abwechslungsreich. Die zehnte Gewerbe Arena des Gewerbevereins Staffeleggtal kam bei den Besuchern gut an. Auch das Organisationskomitee und die Aussteller zeigen sich mit dem Verlauf zufrieden.
Wer einen Blick von oben auf Herznach werfen wollte, hatte bei der Gewerbe Arena die Gelegenheit dazu. Die Helitrans AG war mit zwei Maschinen vor Ort. Gegen Gebühr konnten in einem Robinson R44 Raven II neben dem Piloten noch drei Personen zu etwa siebenminütigen Rundflügen abheben. Für ganz Wagemutige wartete startbereit ein Guimbal Capri G2, in dem zwei Personen unterkommen. Für 110 Franken bot das Unternehmen aus dem Aargau einen zehnminütigen Schnupperflug an, bei dem der interessierte Amateurpilot auch selbst den Steuerknüppel in die Hand nehmen konnte.

Es ist die zehnte Gewerbe Arena des Gewerbevereins Staffeleggtal, führte Jürg Rubin vom Organisationskomitee aus. Von den 51 Ausstellern gehören die meisten auch dem Gewerbeverein an, aber etwa zehn Aussteller haben eine weitere Anreise auf sich genommen.

Viele Besucher

Drei Tage präsentieren sich Gewerbe und Dienstleistungen von Hausaufgabenhilfe bis Sanitär. Der Auftakt am Freitag war noch etwas verhalten, aber an den Ständen seien immer Interessierte gewesen und die Aussteller hatten Zeit für gute Einzelgespräche, meinte Rubin, der selbst mit seiner Firma Rubin Elektrotechnik vor Ort war. Am Samstag strömten dann die Besucher, von denen Rubin auch viele Komplimente für die abwechslungsreiche Gewerbeausstellung bekommen hat.

Auch Vereine beteiligten sich, um für ihre Anliegen zu werben. Die Jagdgesellschaften Densbüren-Asp, Herznach und Ueken waren mit einem Informationsmobil und ausgestopften Tieren gekommen. Die Stollenbahn des Vereins Eisen und Bergwerke zog ihre Runde über das Gelände. Am Stand des Juraparks Aargau erklärte Präsident Thomas Vetter, dass der Kontakt zu den Besuchern am besten klappe, indem man die Besucher direkt anspreche, da am Stand nichts verkauft, sondern nur Informationen geboten werden. Christian Rieder von der Geschäftsstelle ergänzte, dass es ihnen nicht nur um die Besucher gehe, sondern sie auf der Veranstaltung auch mit dem Gewerbe in Kontakt kommen wollten. Auch die zahlreichen Fachvorträge in der Arena stiessen auf das Interesse der Besucher.

Beliebtes Kinderschminken

«Wir sind zufrieden mit dem Verlauf. Es kommen viele interessierte Leute», sagte Simone Rothenfluh von SemoFix aus Gipf-Oberfrick. Sichtschutz, Sonnenschutz und Insektenschutz seien immer gefragt, besonders da es immer heisser werde. Mit Popcorn in so unterschiedlichen Geschmäckern wie Schokolade, Curry-Salz oder Chili konnte man am Stand der Würzmeister aus Kloten gleich die Vielfalt ihrer Würzmischungen probieren. Die Stände verteilten sich auf dem Areal der Schule und auf zwei Etagen in der Turnhalle. Im Schulhaus bot der Verein Familienergänzende Tagesstrukturen Kinderschminken an. Die Kinder standen geduldig Schlange, um sich ein buntes Motiv ins Gesicht zaubern zu lassen. Ebenso herrschte Andrang an der Hüpfburg oder beim Torwandwerfen der Raiffeisenbank Regio Frick.

Virtuelle Zeitreise

Auch mit moderner Technik warben die Aussteller für sich. Bei der Koch Sanitär AG aus Wölfinswil konnten sich die Besucher, mit Virtual-Reality-Brille und Handsteuerung ausgestattet, im Kloschüssel-Weitwurf probieren. Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) war mit einer virtuellen Zeitreise in ein Endlager vor Ort und bei den Jagdgesellschaften konnten die Besucher bei einem Moorhuhn-ähnlichen Videospiel mit Pistole und Gewehr auf digitale Waldtiere ballern, die in Massen auf dem Bildschirm herumsprangen. Bei Gutem vom Grill, Holzofenpizza und leckeren Craftbieren kleiner Brauereien verweilten die Besucher nach ihrem Rundgang.