Möhlin
Wenn die Basler Cupfinals angesagt sind, ist die WM nebensächlich

Im Sportzentrum Steinli in Möhlin sind am Samstag die Basler Cupfinals gespielt worden – mit dabei viel Prominenz.

Georges Küng
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Basler Cupfinal 2018 Basler Cupfinal in Möhlin (FC Aesch vs. Congeli)
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 Basler Cupfinal in Möhlin (FC Aesch vs. Congeli)
 Basler Cupfinal in Möhlin (FC Aesch vs. Congeli)
Der Cuppokal
 Basler Cupfinal in Möhlin (FC Aesch vs. Congeli)
 Basler Cupfinal in Möhlin (FC Aesch vs. Congeli)
 Basler Cupfinal in Möhlin (FC Aesch vs. Congeli)
 Basler Cupfinal in Möhlin (FC Aesch vs. Congeli)
 Basler Cupfinal in Möhlin (FC Aesch vs. Congeli)
Basler Cupfinal 2018 in Möhlin
 Basler Cupfinal in Möhlin (FC Aesch vs. Congeli)
 Basler Cupfinal in Möhlin (FC Aesch vs. Congeli)

Basler Cupfinal 2018 Basler Cupfinal in Möhlin (FC Aesch vs. Congeli)

Juri Junkov

Wer am Samstagnachmittag zum Sportzentrum Steinli in Möhlin lief, bemerkte sofort, dass ein Grossanlass ansteht. Diverse Stände vor und nach dem Eingang – oft mit Flaggen der WM-Teilnehmer – zeigten, dass sich alles ums runde Leder drehte. Und auf dem Hauptfeld hatten sich gut 600 Zuschauerinnen und Zuschauer eingefunden, die dem sportlichen Höhepunkt entgegenfieberten. Der FC Concordia, als Favorit ins Spiel gegangen, gewann gegen den FC Aesch mit 4:2 und konnte somit seinen Titel im Basler Cup erfolgreich verteidigen.

Vor Ort war selbstverständlich Roland Paolucci (70), seit zwölf Jahren Präsident des Fussballverbands Nordwestschweiz (FVNWS). «Was die drei Vereine (Möhlin-Riburg mit der einstigen Untersektion ACLI und der NK Pajde, Amn. d. Red.) mit Möhlin-Präsident Thomas Metzger geleistet haben, ist fantastisch. Eine perfekte Organisation, und ein wunderbares Rahmenprogramm haben dazu geführt, dass der Basler Cupfinal stets an Qualität gewinnt», so der frühere Aktive aus der Basler Benthaus-Ära.

Auf Champions-League-Niveau

Hans-Jürgen Ringgenberg ist Paoluccis Vorgänger gewesen und Landrat. «In zwei Tagen sahen wir acht Endspiele in diversen Kategorien – der Basler Cup ist zu einem Fest- und Freudentag für den regionalen Fussball geworden und mehr als etabliert», so der Therwiler.

Im Catering-Bereich spielte der Organisator auf Champions-League-Niveau. Niyazi Aydin von der NK Pajde las den Gästen jeden Wunsch förmlich ab und fügte an, dass «wir am Sonntag noch ein Schülerturnier organisiert haben». Im Wissen, dass Möhlin eher ein steiniger Fussballboden ist; das Dorf im Fricktal ist national eher als einstige Handball-Hochburg bekannt.

Schön, dass in den Endspielen nicht immer die Grossklubs standen, sondern auch kleinere Vereine. So gewann der FC Schwarz-Weiss Basel das Frauen-Final mit 3:1 gegen den SV Sissach, was zugleich der erste regionale Titel in der nunmehr 88-jährigen Klubgeschichte war.

Die Kickerinnen (zweifache Torschützin war Johanna Aeschbach, die beim FVNWS ein Praktikum absolviert) wussten dies ausgelassen zu feiern.

Überhaupt fiel im Vergleich zu einstigen Endspielen in den 80er- und 90er-Jahren, als der Cupfinal stets am Auffahrtsdonnerstag stattgefunden hatte, auf, dass der Anteil an Spielerinnen und Zuschauerinnen wächst. Geleitet wurde die Partie von Nicole Widmer (Münchenstein), die seit 20 Jahren arbitriert und seit Jahren eine fixe Grösse in der 2. Liga interregional ist. «Die Akzeptanz der Spieler gegenüber Schiedsrichterinnen ist da», erklärt sie bestimmt.

Rakitic und Rakitic

«Der Frauenfussball ist regional sehr gut integriert und verankert; und es ist dem Verband und den Organisatoren hoch anzurechnen, dass das Finale der Frauen und jene der Juniorinnen nicht an Randzeiten, sondern zur besten Zeit durchgeführt werden», so Benno Kaiser, Vorstandsmitglied des FC Basel und zugleich Leiter Frauenfussball im regionalen Verband.

Abends, als alle bei Speis und Trank den Fussball-Samstag Revue passieren liessen, lief auf Grossleinwand das WM-Spiel zwischen Kroatien und Nigeria (2:0).

Das finale Skore freute vor allem Dejan Rakitic, Trainer des NK Pajde, denn sein Bruder Ivan war einer der Leistungsträger beim Sieger. Bei Klein Ivan fing alles in Möhlin auf dem Sportplatz Steinli an. Danach ist er für den FC Basel, Schalke 04 und den FC Sevilla aufgelaufen, heute spielt Ivan Rakitic beim Weltklub FC Barcelona an der Seite von Superstar Lionel Messi.