Das Fricktal ist in den letzten 12 Monaten einwohnermässig weiter gewachsen. Das zeigt eine Umfrage der AZ unter den 32 Gemeinden in den Bezirken Laufenburg und Rheinfelden. Danach lebten per Ende Jahr 80 419 Personen im Fricktal – 586 oder 0,73 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Bezirk Laufenburg legte dabei um 332 Personen oder 1,03 Prozent zu, der Bezirk Rheinfelden um 254 Personen oder 0,53 Prozent.

Das grösste Wachstum in absoluten Zahlen hat, wenig verwunderlich, Rheinfelden als grösste Gemeinde im Fricktal hingelegt: Hier stieg die Einwohnerzahl um 205 auf 13 565 Personen. Rang zwei dagegen erstaunt: Die Gemeinde Mettauertal legte, dank einer regen Bautätigkeit, um 70 auf 2033 Einwohner zu. Dahinter folgen Möhlin (57), Herznach (49), Frick (46).

Prozentual am stärksten gewachsen ist, das lag nach der Spitzenplatzierung bei den absoluten Zahlen nahe, Mettauertal mit einem Plus von 3,57 Prozent. Ebenfalls mit einer Drei vor dem Komma im Plus sind Hornussen (3,42), Herznach (3,25) und Mumpf (3,14). Es folgt Obermumpf mit einer Zunahme von 2,88 Prozent. Das heisst: Kleinere Gemeinden wuchsen im letzten Jahr prozentual stärker als die grossen Gemeinden.

Nicht alle Gemeinden konnten im letzten Jahr allerdings einwohnermässig zulegen – in jeder dritten Gemeinde sank die Zahl der Einwohner. Am stärksten in Zuzgen mit einem Minus von 2,93 Prozent oder 26 Einwohnern, gefolgt von Schupfart (–2,06 Prozent oder 17 Einwohner), Wittnau (–1,06 oder 14 Einwohner) und Kaiseraugst (–1,0 oder 56 Einwohner). Auffallend dabei: 8 der 11 Gemeinden mit sinkender Einwohnerzahl liegen im unteren Fricktal.

Ausländeranteil bei 23,46 Prozent

Der Ausländeranteil lag Ende 2018 im Fricktal bei 23,46 Prozent und damit um 0,39 Prozent höher als im Jahr zuvor. Im Bezirk Laufenburg leben aktuell 6508 Ausländer, was einem Anteil von 20,03 Prozent an der Bevölkerung entspricht. Im Bezirk Rheinfelden sind es 12 357 Ausländer oder 25,78 Prozent.

Den höchsten Ausländeranteil hat seit Jahren Stein. Daran hat sich auch im letzten Jahr nichts geändert. Der Ausländeranteil stieg innert Jahresfrist sogar noch einmal leicht von 39,11 auf 39,75 Prozent an. Damit lebten Ende Jahr 1264 Ausländer und 1916 Schweizer in Stein. Ebenfalls im 30er-Bereich ist der Ausländeranteil in Laufenburg (33,20 Prozent), Rheinfelden (32,65) und Mumpf (32,11).

Am wenigsten Ausländer lebten Ende 2018 in Hellikon; hier lag der Ausländeranteil bei gerade einmal 5,75 Prozent. Tief ist er auch in Obermumpf (7,29), Wölflinswil (8,19) und Gansingen (9,06). Auffallend: Die elf Gemeinden mit dem niedrigsten Ausländeranteil sind alle eher klein und liegen meist in einem Seitental.

Die prozentual grösste Ausländerzunahme verzeichneten im letzten Jahr Mumpf (+1,72), Olsberg (+1,15) und Kaisten (+1,13). Am stärksten gesunken ist der Ausländeranteil in Obermumpf (–5,31 Prozent), Wittnau (–1,40), Oeschgen und Hornussen (je –1,22).

Weniger Frauen als Männer

Nach wie vor leben im Fricktal leicht mehr Männer als Frauen; der Frauenanteil ist innert Jahresfrist sogar um 0,09 Prozent auf 49,31 Prozent gesunken. Damit lebten Ende 2018 40 765 Männer und 39 654 Frauen in der Region. Den höchsten Frauenanteil weist Magden mit 58,89 Prozent auf, gefolgt von Hellikon mit 50,83 und Zeiningen mit 50,76 Prozent. Ein Blick auf die Statistik zeigt: Gleich sechs Gemeinden aus dem unteren Fricktal liegen an der Spitze beim Frauenanteil. Am anderen Ende der Skala rangieren Schwaderloch mit einem Frauenanteil von 45,17 Prozent, Oeschgen (45,47) und Olsberg (45,81).

Am stärksten nahm der Frauenanteil gegenüber dem Vorjahr in Ueken mit 1,23 Prozent zu, gefolgt von Hornussen (0,79) und Gansingen (0,73). In 18 der 32 Gemeinden ging der Frauenanteil im letzten Jahr leicht zurück, am stärksten in Schwaderloch (–2,11 Prozent), Laufenburg (–0,90) und Schupfart (–0,85).

Fast jeder fünfte Fricktaler ist unter 18 – oder über 65: Auf 14 493 Fricktaler, die noch keine 18 Jahre alt sind, kommen 14 207, die 65 und älter sind. Prozentual am meisten Junge leben in Schwaderloch; hier sind 183 oder 27,64 unter 18. Ebenfalls einen hohen Kinder- und Jugendanteil haben Oberhof (23,14) und Oeschgen (20,37). Im Vergleich wenig Junge leben dagegen in Olsberg (13,69 Prozent sind unter 18), Mumpf (15,11), Schupfart (15,47) und Obermumpf (16,07).

Den höchsten Seniorenanteil hat, wie seit Jahren, Olsberg; hier sind 28,21 Prozent über 65. Es folgen Wegenstetten (21,90) und Gansingen (21,23). Am wenigsten Senioren lebten in Oberhof (13,22 Prozent), Ueken (14,06) und Sisseln (14,09).

Im letzten Jahr verzeichneten die Fricktaler Gemeinden 750 Geburten; im unteren Fricktal waren es 425, im oberen 325. Die Geburtsrate – gemessen am Total der Einwohner – lag damit bei 0,93 Prozent. Gleichzeitig starben 585 Personen, davon 349 im unteren Fricktal.