Die an der Möhliner Gemeindeversammlung beteilgten Stimmberechtigten hiessen mit grossem Mehr die Schaffung eines attraktiven Zentrums als Begegnungsort für die Bevölkerung gut. Dementsprechend bewilligte der Souverän die Erstellung respektive die Weiterentwicklung des Zentrumskonzepts in den nächsten Jahren und genehmigte die dafür erforderliche Teilrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland.

Mit der Zentrumszone soll der vorhandene Masterplan schrittweise umgesetzt werden. Mit dieser Zone sollen auch für die Raiffeisenbank, die Post, die Gemeinde und weitere benachbarte Grundeigentümer die Voraussetzungen für Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Die Planung wurde zum Teil von verschiedenen Parteisprechern und weiteren Versammlungsteilnehmern kritisch hinterfragt, aber schliesslich mit einem grossen Stimmenmehr beschlossen. Zahlreiche Pro- und Kontrameinungen gab es auch zu der vom Gemeinderat beantragten Projektierung einer Tiefgarage im neu zu schaffenden Ortszentrum. Ein Versammlungsteilnehmer sagte: «Dem Gemeinderat wird es mit allen Mitteln nicht gelingen, aus dem ehemaligen Bauerndorf Möhlin eine Stadt zu machen.»

Pro und Kontra neue Tiefgarage

Die Gegner des Vorhabens sprachen sich vor allem gegen den Standort der Autoeinstellhalle aus. Gemeindeammann Fredy Böni wies darauf hin, dass der Kredit von 145 000 Franken nicht für den Bau eines Parkhauses bestimmt sei, sondern erst für dessen Projektierung: «Es soll abgeklärt werden, welche Varianten infrage kämen. Der Gemeinderat will eine breit abgestützte Meinung.» In der Diskussionsrunde trugen auch hier verschiedene Parteisprecher ihre Anträge vor. Diese reichten von der Ablehnung des Kredits bis zum Vorschlag, der Individualverkehr sei an den Rand der Gemeinde zu verbannen. Die Schlussabstimmung lautete 119 gegen 64 für den Projektierungskredit.

Die Versammlung verabschiedete die weiteren Geschäfte, unter anderem fünf Kreditabrechnungen und die Teilzonenplanänderung Sportzone Batastrasse. Dort soll ein Jugendtreff errichtet werden. Um die geplanten Nutzungen am dafür vorgesehenen Standort realisieren zu können, ist aufgrund der Zonenkonformität eine Umzonung der betreffenden Parzelle von der Sportzone in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen erforderlich.

Unveränderter Steuerfuss: 115 Prozent

Ebenfalls mit grossem Stimmenmehr genehmigte die Versammlung das Budget 2015 mit einem unveränderten Steuerfuss von 115 Prozent. In diesem Zusammenhang machte Vizeammann Lukas Fässler, der Möhliner Finanzminister, auf einige relevante Punkte aufmerksam: «Der Gemeinderat verfolgt die konsequente Fortführung einer optimierten Mittelbewirtschaftung, aber dennoch bleib finanzpolitische Besonnenheit Pflicht.»