Laufenburg

Weil der Abwasser-Anschluss fehlte, platzten die Vorstellungen des Zirkus Stey in Laufenburg

Das Chapiteau des Zirkus Stey – hier in Neftenbach ZH 2017 – ragt rund 13 Meter in die Höhe und bietet Platz für 600 Zuschauer.

Das Chapiteau des Zirkus Stey – hier in Neftenbach ZH 2017 – ragt rund 13 Meter in die Höhe und bietet Platz für 600 Zuschauer.

Kein Wasser-Anschluss, keine Vorstellung. Dem Zirkus-Direktor tut es leid.

Die Vorfreude vieler Zirkusfans der Region Laufenburg dürfte sich diese Woche in Enttäuschung aufgelöst haben. Am Dienstag und Mittwoch sollte der Zirkus Stey auf einem Feld des Sennhofs in Laufenburg mit seiner Show «Fantasy» ein zweitägiges Gastspiel geben. Doch aus den seit Frühling geplanten Vorstellungen wurde nichts. «Achtung! Aus technischen Gründen wurde das Gastspiel in Laufenburg abgesagt», verkündete der Zirkus am Montag, einen Tag vor der ersten Vorstellung, auf seiner Facebook-Seite.

«Es tut uns für alle, die sich auf uns gefreut haben, sehr leid», sagt Zirkus-Direktor Martin Stey. Der Grund, weshalb man keine Bewilligung erhalten habe, sei ein fehlender Zugang zu einem Abwasser-Anschluss gewesen. Man hätte zwar mobile Toiletten-Häuschen für die Besucher mieten können, nicht jedoch Duschkabinen für die 40 Mitarbeiter, so Stey. «Das wäre viel zu teuer gewesen.»

Sennhof-Landwirt André Brutschi sagt, dass er und ein Mitarbeiter des Zirkus Stey sich im Frühjahr das entsprechende Areal angeschaut haben. «Einen fehlenden Abwasser-Anschluss hat der Mitarbeiter nicht angesprochen. Er war mit dem Gelände zufrieden», so Brutschi, der daraufhin dem Zirkus eine Zusage erteilte, den Platz für die Vorstellungen Ende August nutzen zu können. Danach hatte Brutschi bis Freitag vor einer Woche, als der Zirkus das Chapiteau auf dem Feld aufstellen wollte, nichts mehr vom Zirkus gehört. «Es wäre schlau gewesen, sie hätten sich das Gelände nochmals eine Woche zuvor angeschaut, um vielleicht noch reagieren zu können», so Brutschi.

«Ein Missverständnis»

bei der Besichtigung

Stey redet von «einem Missverständnis» bei der Besichtigung im Frühjahr. «Wir dachten, es sei alles in Ordnung und haben deswegen keinen zweiten Augenschein genommen.»

Nachdem am Freitagmittag klar war, dass der Zirkus sein Chapiteau beim Sennhof nicht aufschlagen kann, schlug Brutschi ein Feld in der Nähe des Schulhauses Blauen als Alternativ-Platz vor. «Da sich der Platz jedoch im Gemeindebann von Kaisten befand und es bereits Freitagnachmittag war, verzichteten wir darauf, zu versuchen, die Gemeindeverwaltung zu erreichen», so Stey.

Natürlich, so Stey, schmerzen die fehlenden Einnahmen durch die beiden Absagen. «Hinzu kommt, dass wir ja auch Geld für die Werbung in die Hand genommen haben.»

Stadtammann Herbert Weiss sagt, dass ihn die kurzfristige Absage überrascht habe. «Das ist schade für die Bevölkerung.» Auch Weiss hat sich überlegt, eine der beiden Vorstellungen zu besuchen.

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