Manchmal reicht das Geld für ein gut angedachtes Projekt halt nicht aus: An der Sommergemeinde 2012 genehmigten die Ortsbürger einen Kredit über 1,9 Millionen Franken für den Neubau einer Kinderkrippe und «bauliche Anpassungen» auf dem Violahof-Areal.

Zwischenzeitlich kristallisierte sich aber heraus, dass «nachgebessert» werden muss. Dies an einer für den 21. August anberaumten ausserordentlichen Versammlung der Ortsbürgergemeinde, der ein Zusatzkreditbegehren des Gemeinderats in Höhe 435 805 Franken vorliegt.

Weil die neu erforderlichen Arbeiten noch nicht ausgeführt sind, besteht die Chance, darüber zu entscheiden, wie es nun weitergeht. Was auch die Bevölkerung erwartet, wie aus Gesprächsrunden im Dorf zu hören ist. Dass Handlungsbedarf besteht, signalisiert der Gemeinderat in seiner Botschaft und räumt unterm Strich auch Fehlkalkulationen ein.

Freundliche Umgebung das Ziel

Allein für die «Umgebungsgestaltung» mit viel Grün und sonstigen «Naturelementen» im Bereich der Kinderkrippe sind jetzt 152 950 Franken budgetiert. Neues für den Vorplatz Violahof soll 230 000 Franken kosten.

Und für die benachbarte Hundespielwiese könnten immerhin 5000 Franken ausgegeben werden. Für «Unvorhergesehenes» stehen im Budget mal vorsorglich weitere 40 000 Franken parat.

Der Gemeinderat bestätigt, dass im Vorfeld des Projekts «nicht alle relevanten Details» abgeklärt worden seien. Nun gelte es, mithilfe des Zusatzkredits die Umgebung des Violahofkomplexes in einen «ordentlichen Zustand zu bringen und die letzten Arbeiten fertigzustellen».

Die Kostenabweichungen seien vom Gemeinderat wie auch von der Ortsbürgerkommission unterschätzt worden, lautet freimütig das Bekenntnis der Behörde. Im Bereich der Kinderkrippe brauche es noch eine Umzäunung, der Vorplatz des Violahofs benötige den Einbau des Feinbelags und eine Platzentwässerung, so die Begründung für Investitionen.