Wegenstetten
Betreiber machen Skilift startklar – trotz der Ungewissheit wegen der steigenden Corona-Fallzahlen

Der STV Wegenstetten ist zuversichtlich, nach über vier Jahren den Lift am Föhrlimatt diese Saison wieder öffnen zu können. Auf eine allfällige Zertifikatspflicht ist der Verein vorbereitet.

Dennis Kalt
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Der STV Wegenstetten hat die Schleppteller montiert. Nun heisst es, warten auf den Schnee.

Der STV Wegenstetten hat die Schleppteller montiert. Nun heisst es, warten auf den Schnee.

dka (25. Februar 2020)

Mehr als viereinhalb Jahre sind vergangen, seitdem der Skilift am Föhrlimatt letztmals in Betrieb war. Entweder fehlte der Schnee oder, wenn dieser da war – so wie im letzten Winter –, verzichtete der Betreiber, der STV Wegenstetten, pandemiebedingt darauf, den Motor des Schlepplifts zu starten.

Doch diesen Winter soll endlich wieder der Pistenspass am Nordhang in der Föhrlimatt zurückehren. Denn trotz steigender Ansteckungszahlen haben rund 20 Mitglieder des Vereins den Lift für den Betrieb vor wenigen Wochen startklar gemacht. Die Schleppteller sind montiert, die Pfähle an der Piste mit Schaumstoff verkleidet, die Skihütte ist herausgeputzt, sagt STV-Präsident und Gemeinderat Christoph Schreiber und schiebt nach:

Christoph Schreiber, Gemeinderat und Präsident des STV Wegenstetten.

Christoph Schreiber, Gemeinderat und Präsident des STV Wegenstetten.

hcw (15. Januar 2021)
«Die Stimmung beim Aufbau war positiv. Wir sind zuversichtlich, dass es diese Saison mit dem Betrieb endlich klappt.»

Schreiber verhehlt nicht, dass ihm derzeit die Entwicklungen im Pandemiegeschehen mehr Sorgen bereiten als die Frage, ob es diesen Winter genügend Schnee haben werde. «Natürlich wäre es äusserst schade, wenn wir die Vorbereitungen umsonst getroffen hätten.» Doch sei man der ­Wegenstetter Skilift-Tradition verpflichtet, die vor über 50 Jahren mit einem Pferdegespann begann und scheue den Aufwand nicht.

Ungewissheit ob der Schutzmassnahmen

Derzeit herrsche noch eine Ungewissheit, was die Umsetzung von Schutzmassnahmen anbelangt. Man werde verfolgen, welche Vorgaben die Behörden machen, und ein dementsprechendes Konzept erarbeiten, so Schreiber. Er sagt:

«Eine wichtige Frage wird sein, ob eine Zertifikatspflicht auf dem Gelände umgesetzt werden muss.»

Zwar könne man die Zertifikate der Skifahrerinnen und Skifahrer beim Billettkauf kontrollieren, so Schreiber, aber es gebe auch viele Familien, die mit ihren Kindern zum Schlitteln aufs Gelände kämen und nicht zum Kassenhäuschen müssten. Um diesen nicht hinherzurennen, müsse man den Zugang zum Gelände im Falle einer Zertifikatspflicht grossflächig absperren.

Der STV Wegenstetten hofft in der Föhrlimatt auf ähnliche Bilder wie hier im Dezember 2012.

Der STV Wegenstetten hofft in der Föhrlimatt auf ähnliche Bilder wie hier im Dezember 2012.

Bild: Emanuel Per Freudiger

Wenig Aufwand würde etwa das Anbringen von Abstandsmarkierungen im Wartebereich des Skilifts bereiten. Auch geht Schreiber davon aus, dass die Skihütte, in der Essen und Trinken angeboten wird, geöffnet werden kann. «Vermutlich werden für diese die gleichen Regeln gelten wie für den Restaurantbetrieb», sagt Schreiber.

Am Schutzkonzept soll die Saison nicht scheitern

Am Schutzkonzept, so Schreiber, sollte diese Saison nicht scheitern. Er sagt: «Nun liegen Dezember, Januar, Februar und März vor uns – und wenn der Schnee fällt, sind wir bereit, die Piste zu präparieren.» Dazu brauchen die Mitglieder des STV mit ihrem Pistenbully nur wenige Stunden.

Nur knapp zehn Kilometer Luftlinie von der Föhrlimatt entfernt auf der Saalhöhe hat auch der Verein «Schii-team Saalhöchi» letzten Samstag seinen Schlepplift betriebsbereit gemacht. Präsident Nik Keel sagt:

«Die Meinungen im Vorstand darüber waren wegen der Pandemie geteilt.»

Letztendlich habe man sich aber dazu durchgerungen. Geschlossen bleiben wird allerdings die Skihütte. «Den Kaffee werden wir wohl draussen anbieten», so Keel.

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