Kaisten
Wegen Einsprachen: Neues Gesuch für sechs Hanghäuser

Bei der Hofacher-Überbauung wurde eines der beiden Baugesuche zurückgezogen. Es betraf die sechs Hanghäuser. Grund waren mehrere Einsprachen. Der Bauherr hat reagiert und die Pläne überarbeitet.

Susanne Hörth
Merken
Drucken
Teilen
Für die Hanghäuser (links oben) wird ein neues Baugesuch ohne verbindende Carports eingereicht.

Für die Hanghäuser (links oben) wird ein neues Baugesuch ohne verbindende Carports eingereicht.

zvg

63 Wohneinheiten sollen auf dem zentral in Kaisten gelegenen Hofacher-Areal in absehbarer Zeit entstehen. Vor einem halben Jahr hat Martin Schnetzler von der Schnetzler Immobilien AG in Kaisten dafür gleich zwei Baugesuche eingereicht. Eines für die vier Mehrfamilienhäuser, die links und rechts des Baches auf dem flachen Geländeteil entstehen sollen. Die Gebäude sind unterirdisch mit Einstellhallen und Zufahrten miteinander verbunden. Das zweite Gesuch betrifft die sechs Einfamilienhäuser, die an der steilen, 45 Grad geneigten Hanglage geplant sind.

Einsprachen

Gegen dieses Baugesuch sind mehrere Einsprachen eingegangen. Für Martin Schnetzler, der schon viele Bauvorhaben realisiert hat, gehören auch Einsprachen und deren Behandlung zu einem üblichen Planungsverfahren, er lässt sich deshalb nicht aus der Ruhe bringen. Er hat die Pläne für die Hanghäuser überarbeitet und die kritisierten Punkte einfliessen lassen. Eine der Änderungen betrifft die Doppel-Carports. Diese waren im ersten Baugesuch als verbindende Elemente bei den Hanggebäuden vorgesehen. Dadurch entstand optisch der Eindruck einer sehr langen Gebäudezeile. In den neuen Plänen fallen die Carports weg. «Wir haben die Garagen nun in die Häuser integriert. Anstelle der Carports wird es Sitzplätze geben», zeigt Schnetzler eine wesentliche Veränderung auf.

Was ist mit dem Baugesuch der Mehrfamilienhäuser? Hier laufe alles nach Plan, so Martin Schnetzler. «Dagegen sind keine Einsprachen eingegangen. Wir mussten lediglich beim Kanton noch einige Detailunterlagen nachreichen». Der Kaister Bauherr rechnet in absehbarer Zeit mit der Baubewilligung.

An der kommenden Gemeindeversammlung wird zudem vonseiten Gemeinde noch der Baukredit für eine Brücke beantragt, die es braucht, um von der Hauptstrasse her zwischen dem ehemaligen «Hirschen» und dem Café Cassiopeia über den Kaisterbach auf das Areal zu gelangen. Martin Schnetzler hofft, dass diese Brücke in den ersten Monaten des neuen Jahres erstellt werden kann. Mit dem Bau der vier Mehrfamilienhäuser am Bach wird dann voraussichtlich im Frühjahr 2016 begonnen.

Areal Hofacher

Das Areal Hofacher schreibt in Kaisten schon seit einigen Jahren Geschichte. Das Gelände sollte überbaut werden, wie und vom wem beschäftigten Behörden und Stimmvolk intensiv. Dass das Bauland mit seinem Filetstück – einer grossen ebenen Fläche – in eine steile Hanglage übergeht, machte die Planungen auch nicht wirklich einfacher. So wollte man in einer früheren Überlegung aufgrund der schwierigen Bebaubarkeit sogar darauf verzichten, das Hangstück gleichzeitig mit dem unteren Geländeteil zu verkaufen.

Martin Schnetzler brachte sich vor einem Jahr in das Vorhaben ein – ein Investorenwettbewerb war damals bereits abgeschlossen – und hat die gesamte Baufläche für 2,714 Millionen Franken von der Gemeinde erworben. Seine Überbauungspläne und die entsprechenden Baugesuche weisen darauf hin, dass sich das Kaister Kapitel «Areal Hofacher» nun in Richtung Zielgeraden befindet .