Rheinfelden ist in den letzten Jahren gewachsen – und zwar stark. 2010 noch zählte die Stadt 11 960 Einwohner; Ende 2016 waren es 13 369 Einwohner. Das ist ein Wachstum von über zehn Prozent. Auch 2016 hat sich dieser Trend fortgesetzt. Wesentlicher Auslöser für das Wachstum waren die neuen Wohnungen, 140 allein im «Salmenpark». Und es scheint nicht so, als würde es bald eine Trendwende geben. Die zweite Etappe des «Salmenparks» mit noch einmal fast 100 Wohnungen sowie die Neugestaltung des Furnierwerk-Areals mit über 150 Wohnungen stehen an.

«Rheinfelden hat eine dynamische Entwicklung hinter sich», sagt Stadtrat Hans Gloor an der Medieninformation zur anstehenden Gemeindeversammlung. Das ist mit ein Grund, warum die Stadt nun ihre Bau- und Nutzungsordnung (BNO) überarbeiten möchte. Die aktuelle Version trat 2004 in Kraft und basiert auf einem Entwicklungskonzept von 1996 – ist also, salopp gesagt, etwas in die Jahre gekommen.

«Empfohlen wird, dass Gemeinden ihre BNO rund alle 15 Jahre überarbeiten», so Gloor. Demnach ist es höchste Zeit, damit zu beginnen. Der Stadtrat plant, zunächst – bis Ende 2018 – ein Raumentwicklungskonzept zu erstellen. Direkt anschliessend soll basierend darauf die neue BNO erarbeitet werden. 2021 dürfte diese dem Volk zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Auch vorher hat die Bevölkerung mehrmals die Chance, in Mitwirkungsverfahren mitzureden. «Ziel ist es, eine breit abgestützte Nutzungsplanung zu schaffen», betont Gloor.
Teil der neuen BNO dürfte auch ein sogenanntes Hochhaus-Konzept sein. Das ist in der aktuellen BNO nicht vorhanden. Die bestehenden Hochhäuser – etwa jenes am Rütteliweg gegenüber der Reha-Klinik oder jene im Augarten – entstanden im Rahmen des Städtebaus in den 1970er-Jahren.

Hochhaus-Gebiete definieren

Nun werden Hochhäuser wieder zum Thema: «Wir waren in den vergangenen Jahren immer wieder mit entsprechenden Anfragen konfrontiert», sagt Stadtbaumeister Urs Affolter. «Uns fehlte aber die Handhabung dafür.» Genau eine solche Handhabung soll nun entwickelt werden. «Es geht darum, zu definieren, in welchen Gebieten allenfalls hohe Bauten denkbar wären – und wo eben nicht», so Stadtammann Franco Mazzi.

Für die Erarbeitung des Entwicklungskonzepts und der BNO beantragt der Stadtrat an der kommenden Gemeindeversammlung einen Kredit in der Höhe von 750 000 Franken. Ebenfalls auf der Traktandenliste stehen die Jahresrechnung mit einem Plus von 2,6 Millionen Franken, der Zusammenschluss der Oberstufenzentren sowie ein Verpflichtungskredit in der Höhe von 490 000 Franken für den Rheinufer-Rundweg.

Gemeindeversammlung: Mittwoch, 14. Juni, 19.30 Uhr, Bahnhofsaal Rheinfelden