Laufenburg
Wegen der Coronapandemie: Grosseltern und Paten müssen Erstkommunion fernbleiben

Die Erstkommunionsfeier kann via Livestream verfolgt werden. Der Frust bei den Angehörigen ist gross, Pastoralraumleiter Thomas Frey kann dies verstehen. Allerdings sind ihm die Hände gebunden.

Dennis Kalt
Drucken
Teilen
Kirche in Laufenburg

Kirche in Laufenburg

Archiv AZ

Peter Daniel ist sauer und enttäuscht zugleich. Zu gern wäre er am 30. August bei der Erstkommunionfeier seines Enkels in Laufenberg dabei gewesen. Doch laut Pastoralraumleiter Thomas Frey dürfen lediglich Geschwister und Eltern der Kommunikanten an der Feier teilnehmen. «Leider wurde es verpasst, die Eltern frühzeitig in die Planung einzubeziehen, um andere Lösungen anzustreben», enerviert sich Daniel.

Solch eine Lösung hätte für Daniel darin bestanden, statt einer Feier mit 14, zwei Feiern mit je 7 Kindern abzuhalten. «Das ist ein trauriger Einstieg ins christliche Leben, wenn ein Teil der Liebsten der Feier fernbleiben muss», so Daniel.

Frey kann den Unmut von Daniel und anderen Angehörigen, die der Feier fernbleiben müssen, verstehen. «Wir müssen uns jedoch an das vorgegebene Schutzkonzept des Bistums Basel halten», sagt er. Gemäss diesem muss zwischen den Familien an der Feier immer eine Bankreihe leerbleiben – für die Kirche in Laufenberg heisst dies maximal 100 Personen, inklusive den Sängern und Zelebranten.

Verständnis signalisieren

Eine Aufteilung der Feier in Laufenburg auf zwei Feiern sei aufgrund personeller und logistischer Gründe nicht möglich, so Frey. «Alleine an diesem Wochenende führen wir im Pastoralraum drei Kommunionsfeiern durch.» Auch eine Verlegung der Feier ins Freie sei aufgrund der fehlenden Spiritualität keine Alternative.

Immerhin wird die Kommunionsfeier per Livestream übertragen, sodass alle Verwandten die Feier virtuell mitverfolgen können. «Die Eltern der Erstkommunionkinder erhalten hierzu einen entsprechenden Link», sagt Frey.

Diesen Donnerstag hat die Katechetin die Eltern der Erstkommunionkinder zu einem Austausch eingeladen, an dem erörtert werden soll, welche zusätzlichen Möglichkeiten es für die Durchführung der Feier gibt. «Es geht uns bei dem Gespräch auch darum, Verständnis gegenüber den Eltern zu signalisieren», so Frey.