Rheinfelden

Wegen Corona: Warteschlangen im Wellnessbad Sole Uno

Das Thermalbad Sole Uno in Rheinfelden. (Archivbild)

Das Thermalbad Sole Uno in Rheinfelden. (Archivbild)

Trotz Corona verzeichnet das Sole Uno hohe Besucherzahlen – aufgrund der Obergrenze ist zuweilen Geduld gefragt.

Der Herbst ist da. Mit ihm läuten die Wellness­oasen ihre Hochsaison ein. Dies gilt auch für das Sole Uno in Rheinfelden mit seinen warmen Dampfbädern und Saunen. Daran kann auch Covid-19 nichts ändern. «Die Nachfrage nach Entspannung und Erholung ist nach wie vor gross», sagt Betriebsleiter Sven Malinowski.

Beleg dafür ist, dass das Sole Uno stets von 300 Gästen genutzt wird. So viele dürfen sich gemäss Schutzkonzept denn auch nur gleichzeitig in der Anlage aufhalten, normalerweise sind es 475 Gäste. Aufgrund dieser Begrenzung kommt es gemäss Malinowski fast ganztägig zu Wartezeiten an der Kasse, die mitunter «auch mal bis zu 45 Minuten betragen können».

Das Sole Uno bietet deswegen einen Mitarbeiter auf, der den Wartebereich überblickt. Er achtet darauf, dass die Besucher eine Maske tragen, den Abstand wahren – und beschwichtigt mitunter die Gäste, falls die Wartezeiten länger sind. «Die allermeisten haben Verständnis für die Situation», so Malinowski.

Weniger Gäste, dafür mehr Platz

Der Vorteil, der sich durch die Gästebegrenzung dem Besucher bietet, ist dafür, dass dieser mehr Raum für sich in der Anlage zur Verfügung hat. Zwar gibt es etwa beim Zugang zu den Saunen, Dampfbädern, Sole- und Duscherlebnisräumen eine Begrenzung, diese würde jedoch kaum erreicht. «Allenfalls kommt es mal zu kurzen Wartezeiten», sagt Malinowski.

Personalien müssen beim Eintritt nicht hinterlegt werden. So seien die Gäste – im Gegensatz zu einem Besuch in einem Restaurant – ja meist in Bewegung und hielten sich nur kurze Zeit in der Nähe eines anderen Gastes auf. Bei der Einhaltung der Distanzregeln appelliert das Sole Uno an die Eigenverantwortung. Gleichzeitig weisen die Mitarbeitenden die Gäste auf die Regeln hin und kontrollieren, ob in den Saunen oder Erlebnisräumen die Personenbegrenzung eingehalten wird. «Das mit der Eigenverantwortung funktioniert sehr gut», so Malinowski. Zudem hat das Sole Uno den Zyklus für die Reinigung der Kontaktflächen erhöht.

Eine wirtschaftliche Herausforderung

Für den Schutz der Gäste investiert das Sole Uno rund 100 Stellenprozent mehr als für gewöhnlich bei einem gleichzeitigen Einnahmeverlust von rund einem Drittel. Zwar schreibt das Bad unter dem derzeitigen Betrieb keine roten Zahlen. Aber: «Es ist schon eine wirtschaftliche Herausforderung», sagt Malinowski. Zumal während des Lockdowns im Frühjahr rund 100000 Eintritte flöten gingen.

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