Neujahrsapéros

Wegen Corona: In vielen Gemeinden fällt das Prosit zum Neujahr aus

Der Neujahrsempfang in Rheinfelden fällt aus.

Der Neujahrsempfang in Rheinfelden fällt aus.

Viele Gemeinden haben den traditionellen Neujahrsapéro bereits abgesagt – einige suchen Alternativen.

Viele Fricktaler Gemeinden feiern mit ihren Einwohnerinnen und Einwohnern üblicherweise den Start in ein neues Jahr. Die Neujahrsapéros finden jeweils in den ersten Tagen des Januars statt. Dabei stossen Gemeinderäte und Verwaltungsmitarbeitende mit der Bevölkerung an, die Musik­gesellschaft spielt auf oder es werden erfolgreiche Persönlichkeiten aus der Gemeinde geehrt. Dieses – oder besser: nächstes Jahr – fällt das aber wohl flach.

Von den 23 Fricktaler Gemeinden, die in den vergangenen Jahren jeweils einen Neujahrsapéro durchführten, haben ein Dutzend diesen für 2021 bereits abgesagt.

Die Entscheidung fällt in den nächsten Tagen

So etwa Wegenstetten. «Aufgrund der weiterhin angespannten Situation rund um die Coronapandemie wird auf den traditionellen Anlass verzichtet», teilt die Gemeinde mit. Der Gemeinderat dankt für das Verständnis und «wünscht allen gute Gesundheit». Auch in Rheinfelden, Möhlin, Zeiningen, Hellikon, Obermumpf, Stein, Sisseln, Kaisten, Oberhof, Ueken und Herznach findet kein Apéro statt.

Dazu kommt Frick, das zwar keinen klassischen Neujahrsanlass durchführt, aber zu Jahres­beginn jeweils mit einer Delegation der deutschen Partner­gemeinde Frickingen einen Besuch abstattet. Das ist dieses Jahr nicht möglich.

In elf weiteren Gemeinden ist noch offen, ob der Neujahrsapéro durchgeführt wird. Die Entscheidung fällt in den meisten Gemeinden in den nächsten Tagen. Wobei mehrere Verwaltungen bereits eine Tendenz zur Absage melden. So etwa Eiken. Oder Olsberg. «Ein definitiver Entscheid steht zwar noch aus, aber schon jetzt ist klar, dass eine Durchführung wie bisher kaum möglich sein wird», sagt Gemeindeschreiberin Christine Leuenberger. Die Gemeinde begrüsst am Neujahrsapéro jeweils auch die Neuzuzüger und Jungbürger. Zumindest dieser Aspekt soll im Verlauf des Jahres irgendwann nachgeholt werden.

Der Gemeinderat verteilt Blumensträusse

Auch andere Gemeinden versuchen, eine Alternative zu finden. In Hellikon werden am Neujahrsanlass jeweils auch die Jubilare geehrt. Da er Anfang 2021 nicht durchgeführt werden, sollen sie einen Blumenstrauss erhalten. «Der Gemeinderat wird die Sträusse voraussichtlich persönlich überreichen und gratulieren – natürlich mit Maske und Abstand», sagt Gemeindeschreiber Edoardo Carrico.

Mettauertal hat den Neujahrsapéro ebenfalls noch nicht definitiv gestrichen. Aber auch hier sagt Gemeindeschreiber Florian Wunderlin: «Eine Durchführung in der bisher bekannten Form ist wohl nicht möglich.» Der Gemeinderat diskutiere deshalb andere Möglichkeiten. «Die Idee ist es, einen Anlass im kleinen Rahmen und draussen durchzuführen», sagt Wunderlin.

«Es ist schade. Der direkte Austausch mit den Einwohnerinnen und Einwohnern fehlt mir», sagt Barbara Fricker, Gemeindeammann von Wölflinswil. Hier findet der Apéro nicht zu Neujahr sondern jeweils schon nach der Wintergmeind statt – diese aber fällt aus. «Ich freue mich, wenn es nächstes Jahr hoffentlich wieder normale Versammlungen gibt.»

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