Laufenburg

«We will tell you»: die Narro-Altischerzunft 1386 schaut vorwärts und zurück

Das Tambourencorps Laufenburg präsentierte sich in Wilhelm-Tell-Verkleidung. Peter Schütz

Das Tambourencorps Laufenburg präsentierte sich in Wilhelm-Tell-Verkleidung. Peter Schütz

Der Hauptbott der Narro-Altfischerzunft 1386 am Donnerstag hatte grossen Unterhaltungswert. Die Stadtprominenz bekam während den drei Stunden allerhand zu sehen und zu hören.

René Leuenberger, Zunftmeister der Narro-Altfischerzunft 1386 Laufenburg der mehreren Stadt (Laufenburg-Schweiz), muss hellseherische Fähigkeiten haben. Zu Beginn des Hauptbotts am Donnerstagabend in der Stadthalle bemerkte er: «Es gibt ein tolles Hauptbott, ich weiss das.» Recht hatte er auch was den Unterhaltungswert betraf.

Zum Gelingen des Abends trugen nicht nur Leuenberger und der badische Zunftmeister der minderen Stadt, Claus Epting bei, sondern auch das Tambourencorps Laufenburg mit einer fulminanten Einlage. Maskiert als Wilhelm Tell, trommelte das Corps allfällige Müdigkeitserscheinungen im Publikum weg, schliesslich war es zum Zeitpunkt des Auftritts eine halbe Stunde vor Mitternacht.

Intensives Zunftjahr

In den drei Stunden davor bekamen die Stadtprominenz und der närrische Adel von Laufenburg allerhand zu sehen und zu hören – vorab den Zunftprolog, erstmals von Patrick Lüthy als Nachfolger von Norbert Wasmer vorgetragen.

Der Begrüssung durch Zunftmeister Leuenberger folgte eine Darbietung über das Protokoll vom letzten Hauptbott durch einen Nikolaus und einen Engel. Danach: Rückblick auf das vergangene Jahr durch die beiden Zunftmeister. «Wir konnten ein intensives Zunftjahr erleben», berichtete René Leuenberger.

Die Narro-Alt-Fischerzunft zeigte Präsenz an den Narrentreffen in Baar und Waldshut-Tiengen, richtete die Städtlefasnacht mit Kinderball, Umzug und Narrolaufen aus. Dazu gab es noch Versammlungen («De Fasnacht kann auch todernst sein», so Leuenberger) und ein Gansessen am 11. November.

Aber: «Leider können wir weder aus der minderen noch aus der mehreren Stadt einen neuen Zunftbruder vereidigen», teilte Leuenberger mit. Stattdessen durfte die Zunft am Hauptbott viele Ehrungen feiern. Von der mehreren Stadt für 50 Jahre Zunft wurde Carlo Perlini, für 60 Jahre Zunft wurden Pius Binkert und Ehrenzunftbruder Rolf Maier geehrt.

Die Ehrungen der minderen Stadt: für 15 Jahre Zunft Timo Rothmund, für 25 Jahre Zunft Patrick Lüthy, Johannes Maier und Thomas Wasmer. Für 50 Jahre Zunft wurde Günter Arzner, für 60 Jahre Zunft Kurt Grass geehrt. Zusätzlich gab es Auszeichnungen für besondere Verdienste von der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN). Die von VSAN-Vertreter René Leuenberger senior verliehenen Ehrenzeichen erhielten Hubert Mutter (Silber), Daniel Kern (Bronze), Felix Klingele (Gold) und René Leuenberger junior (Bronze). Als neuer Zunftfreund begrüsst wurde Peter Hauber.

Grenzenlose Fasnacht

Von den Gästen gab es reichlich Geschenke – unter anderem von Paul Knoblauch, Zunftmeister der Heinerich-Wirri-Zunft Aarau und dem Zunft-Säckelmeister Urs Walter Hunziker sowie von den befreundeten Zünften aus der Gemeinde Laufenburg. Pfarrer Klaus Fietz hielt eine amüsante Rede, und Anita Schraner von den Salmfängern appellierte an die Zunft: «Wir sollten an der grenzüberschreitenden Fasnacht festhalten, das ist unser Aushängeschild.»

Und René Leuenbergers hellseherische Fähigkeiten? Die kamen noch einmal zum Ausdruck, als der Zunftmeister auf den grossen Fasnachtsumzug am 7. Februar vorausblickte. «Das wird ein toller Umzug, ich weiss das.»

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