Fricktal
Wassertourismus als Chance für den Hochrhein

Touristiker, Anbieter und Vereine arbeiten an Programmen für die Förderung der Freizeitangebote am Hochrhein, namentlich für den Wassertourismus auf beiden Seiten der Landesgrenze. Eine Chance auch für Aktivitäten entlang des Rheins im Fricktal.

Walter Christen
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Die Rundfahrten mit dem Personenschiff MS «Stadt Laufenburg» zählen am Hochrhein zum attraktiven Angebot für den Wassertourismus. – Foto: chr (Archiv)

Die Rundfahrten mit dem Personenschiff MS «Stadt Laufenburg» zählen am Hochrhein zum attraktiven Angebot für den Wassertourismus. – Foto: chr (Archiv)

Durch das Projekt Erlebnisraum Hochrhein (ERH) wurde erstmals eine alle Teilräume der grenzüberschreitenden Hochrheinregion umfassende Kooperation im Bereich des Tourismus ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt stünden die Verbesserung der grenzüberschreitenden Kommunikation, Vernetzung und Kooperation der Tourismusakteure sowie die Aufarbeitung, Zusammenführung und Verbesserung der verschiedensten touristischen Angebote aus der grenzüberschreitenden Ferienregion Hochrhein.

Die Wettbewerbsfähigkeit der Tourismusbetriebe und -branche soll gestärkt und gemeinsam Strategien zur Vermarktung des grenzüberschreitenden Rheintourismus als Ferienregion Hochrhein entwickelt werden. Bereits gibt es Grundlagenmaterial und eine Vielzahl von Vorschlägen für den Bereich Wassertourismus für die Region. Mit regionalen Workshops, in denen Touristiker, Anbieter und Vereine zusammenarbeiten, sollen nun Umsetzungen auf den Weg gebracht werden. Im Projekt arbeiten die Kantone und Landkreise entlang des Hochrheins vom Bodensee bis Basel – auch der Aargau – eng zusammen.

An einem ersten Workshop in Rheinfelden, mit Teilnehmenden aus dem westlichen Hochrhein-Gebiet, erfolgte eine Priorisierung der weit mehr als
50 Vorschläge aus einer Grundlagenuntersuchung des Projekts nach individueller Wichtigkeit. Vor allem in den Themenbereichen Infrastruktur, Angebote und Information wurde vordringlich Handlungsbedarf erkannt.

Besonders hoch bewertet wurden die Verbesserung der wassertouristischen Infrastruktur, die Schaffung (grenzüberschreitender) Kombi-Angebote, wie zum Beispiel Radfahren und Paddeln, sowie die Verbesserung des eigenen Auftritts zum Thema Wassertourismus. Bei einem weiteren Zusammentreffen der Touristiker, Anbieter und Vereine in Laufenburg lag die Zielsetzung ganz klar auf der Formulierung von möglichst konkreten Projektvorschlägen, die noch im Laufe des Projekts Erlebnisraum Hochrhein bis Jahresende 2013 umgesetzt werden sollen.

In Kleingruppen wurden einige Projektvorschläge konkretisiert und sogar schon Vorschläge für ein- und mehrtägige Freizeitpauschalen am Hochrhein erarbeitet. Dabei stellte man fest, dass es am Hochrhein schon mehr Angebote als erwartet gibt. Allerdings sind diese Angebote (noch) nicht vernetzt und für Gäste nicht immer einfach zu vergleichen.

Ein Erlebnistag Wassertourismus soll in der Sommersaison durchgeführt werden, an dem den Mitarbeitern der Tourismusbüros die Fülle des wassertouristischen Angebots am Hochrhein vorgestellt werden soll. Die Geschäftsstelle Erlebnisraum Hochrhein überprüft die weiteren Vorschläge auf ihre Realisierbarkeit. Dort, wo nachgearbeitet werden muss, will man sich noch einmal treffen und über die Bücher gehen. Wo dies nicht mehr erforderlich ist, wird geschaut, ob das entsprechende Vorhaben im Rahmen des Projekts Erlebnisraum Hochrhein umgesetzt werden kann, um die Zuständigkeiten festzulegen.

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