Oberhof

Wasser marsch – aus den neuen Schläuchen für 430'000 Franken

Bei der Endprobe galt es, zwei bewusstlose Personen aus einem brennenden Gebäude zu retten.

Bei der Endprobe galt es, zwei bewusstlose Personen aus einem brennenden Gebäude zu retten.

Bei der Endprobe der Feuerwehr war erstmals das neue Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Wülflinswil-Oberhof im Einsatz. Seit dem 16. Oktober steht das neue Feuerwehrauto im Magazin. 430 000 Franken hat das die beiden Gemeinden gekostet.

26 Jahre haben die Aktiven mit dem Vorgängermodell, 1989 in Dienst gestellt, gearbeitet. Vielen ans Herz gewachsen, war es dann aber doch Zeit, in einen modernen Nachfolger zu investieren. 430 000 Franken hat das die beiden Gemeinden gekostet.

Doch nicht nur Geld wurde investiert, auch Zeit und Nerven. Gabriel Schmid, der am Samstag das Kommando von Hansjörg Treier übernahm, berichtete von den zahlreichen Abendsitzungen der eigens für den Neukauf eingerichteten Beschaffungskommission. Ein mehr als 30-seitiges Pflichtenheft habe diese ausgearbeitet.

«Es ist uns vorher nicht bewusst gewesen, auf was wir uns da einlassen», sagte Schmid. Auch die Gebäudeversicherung, die das Vorhaben unterstützte, wollte alles geprüft sehen. Den Stimmbürgern lag bei der Wintergmeind 2014 der Antrag auf Gewährung eines entsprechenden Verpflichtungskredits vor, den diese auch gewährten.

1800 Liter Löschmittel

Seit dem 16. Oktober steht das neue Feuerwehrauto schliesslich im Magazin. Die Vorteile gegenüber dem Vorgänger: Automatik statt Schaltgetriebe, mehr PS und weniger Gewicht Beim Wasservorrat indes müssen sich die Kameraden beschränken: Das neue Tanklöschfahrzeug führt weniger Löschmittel mit als das alte – 1800 Liter gegenüber 2500 zuvor. Die Bestimmungen der Aargauischen Gebäudeversicherung geben das vor, berichteten Claudia Brändle und Jürg Frei auf Nachfrage. Beide sind von der Firma Brändle Feuerwehrfahrzeuge, die beim Wölflinswiler Projekt den Zuschlag bekommen hatte.

Bei der Endprobe, mit der die Feuerwehr Wölflinswil-Oberhof ihr Können unter Beweis stellte, gab es indes ausreichend Hydranten, um die Löschtrupps mit Wasser zu versorgen. Unter der Übungsleitung von Gabriel Schmid galt es, die Bergung zweier bewusstloser Personen aus einem brennenden Gebäude nachzustellen. Hier waren vor allem die Atemschutzträger gefordert. Sie, wie die anderen Abteilungen, mussten dabei mit dem noch ungewohnten neuen Tanklöschfahrzeug zurechtkommen. Erst eine Woche vor Ort, sitzen noch nicht alle Handgriffe so routiniert wie beim alten. Dennoch äusserte Schmid bei der Abschlussbesprechung grosse Zufriedenheit.

Fahrzeug eingesegnet

Brändle-Geschäftsleiterin Claudia Brändle übergab den Gemeinderäten von Wölflinswil und Oberhof, Vizeammann Gebi Maier und Susanne Häfliger, symbolisch den Schlüssel für das neue Feuerwehrauto. Gemeindeleiter Christoph Küng gab ihm den kirchlichen Segen. In einem kleinen Gottesdienst erinnerte er an den heiligen Florian, stellte das Gleichnis vom barmherzigen Samariter in den Vordergrund und erklärte die Herkunft des Namens Martinshorn.

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