«Dok»-Serie
Warum diese Gipf-Oberfrickerin neben Maria Walliser im Fernsehen kommt

Das Geburtsdatum bringt die Gipf-Oberfrickerin Beatrice Fischer morgen Abend ins Fernsehen. In der «Dok»-Serie werden die Lebensgeschichten dreier Protagonisten erzählt. Neben Fischer werden auch Ex-Skirennfahrerin Maria Walliser und Erik Kress porträtiert.

Marc Fischer
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Beatrice Fischer erzählt morgen Abend der Schweizer TV-Gemeinde ihre Lebensgeschichte. SRF

Beatrice Fischer erzählt morgen Abend der Schweizer TV-Gemeinde ihre Lebensgeschichte. SRF

SRF

In der «Dok»-Serie «Geboren am ...» von SRF werden Geschichten von Menschen erzählt, die eines verbindet: Sie haben am selben Tag Geburtstag. In der Folge von morgen Mittwoch (20.05 Uhr, SRF 1) – gemeinsames Geburtsdatum der drei Protagonisten ist der 27. Mai 1963 – erzählt Beatrice Fischer aus Gipf-Oberfrick ihre Lebensgeschichte. Neben Beatrice Fischer werden die Ex-Skirennfahrerin Maria Walliser und Erik Kress porträtiert. Den dreien ist ausser dem Geburtstag ein Faible für Tempo gemein. Walliser war auf den Skipisten schnell unterwegs, Kress auf der Radrennbahn und Fischer zählte Töff-Fahren zu ihren Hobbies.

«Ich habe die Sendung noch nicht gesehen», sagt Fischer im Gespräch mit der az, «ich bin sehr gwunderig.» Doch wie kamen die «Dok»-Macher überhaupt auf Beatrice Fischer? Oder anders gefragt: Wie kam Beatrice Fischer ins Fernsehen? «Wir haben mithilfe von öffentlich zugänglichen Datenbanken eine gewisse Anzahl von übereinstimmenden Geburtsdaten eruieren können. Diese Menschen haben wir per Brief kontaktiert», erklärt Susanne Läng, Programmentwicklerin bei SRF Kultur. Bei grundsätzlichem Interesse habe man dann in längeren Recherche-Gesprächen «gemeinsam herausgefunden, wer gerne mitmachen würde».

Wendepunkte im Leben

Beatrice Fischer war dabei nicht von Beginn an Feuer und Flamme und ein bisschen «geniere» sie sich auch heute noch, sagt sie. Letztlich aber hat die Neugier gesiegt. «Ich wollte wissen, wie so ein Dok-Film entsteht.» Und so berichtet Fischer, am Mittwoch der Schweizer TV-Gemeinde von ihrem Leben. Die Fernsehzuschauer erfahren, dass sie schon in jungen Jahren Töff fuhr, später Fallschirmspringen zu ihren Hobbys zählte und für die damalige Crossair als Flugbegleiterin unterwegs war. Dort lernte sie auch ihren Mann, einen Piloten, kennen.

Doch auch die Wendepunkte im Leben nehmen im Film Raum ein. Einen ersten Schicksalsschlag erfährt Fischer, als ihr Vater an Lungenkrebs stirbt. Schwierig waren die Zeiten auch, als ihr Mann beim Swissair-Grounding den Job verlor. Die Geburt ihrer Zwillingstöchter markiert einen weiteren Wendepunkt. «Eines der Mädchen kam mit einer schweren cerebralen Behinderung zur Welt», so Fischer. «Das ist eine grosse Herausforderung für die Geschwister und die Beziehung.» Mal bewältige man diese besser und mal schlechter. «Manchmal funktioniert man auch einfach nur noch», erzählt sie.

Wichtig ist der gebürtigen Bernerin, die zusammen mit ihrer Familie seit bald 23 Jahren in Gipf-Oberfrick wohnt und in Frick mit einem Team die Kinderkleiderbörse führt, Folgendes: «Wir fühlten uns vom Umfeld immer getragen und fühlen uns hier richtig daheim.»

Die anderen beiden Lebensgeschichten, die erzählt werden, kennt Beatrice Fischer noch nicht. Die drei Protagonisten haben sich bislang nicht getroffen und hatten im Vorfeld keinen Kontakt. «Das ist etwas schade», sagt Fischer, «denn auch das Kennenlernen von Menschen mit dem gleichen Geburtstag war für mich eine Motivation, mitzumachen.» Noch hat sie die Hoffnung aber nicht aufgegeben. «Vielleicht gibt das ja irgendwann nach der Ausstrahlung eine Art After-Show-Party.»