Rheinfelden
Walter Jucker ist neuer Vizeammann, Franco Mazzi als Stadtammann bestätigt

Franco Mazzi wurde als Stadtammann klar bestätigt. Zum ersten Mal seit 2001 übernimmt mit Walter Jucker ein SVP-Politiker wieder ein Spitzenamt im Stadtrat.

Thomas Wehrli
Merken
Drucken
Teilen
Wiedergewählt: Franco Mazzi. zvg

Wiedergewählt: Franco Mazzi. zvg

Claus Pfisterer

Der Neue ist der Alte: Stadtammann Franco Mazzi (FDP) wurde am Sonntag überdeutlich im Amt bestätigt. Er erhielt 1999 der 2199 Stimmen; die Stimmbeteiligung lag bei 33 Prozent. «Ich freue mich sehr über das Resultat, sagt Mazzi gegenüber der AZ. Es sei ein wunderbares Zeichen des Vertrauens. «Und es ist für mich zugleich Motivation, um die nächsten vier Jahre als Stadtammann in Angriff zu nehmen.»

Gefreut hat Mazzi auch die deutliche Wahl von Walter Jucker zum Vizeammann. «Diese breite Abstützung ist eine gute Ausgangslage für die Herausforderungen der nächsten Jahre.» Dazu zählt er die Entwicklungen rund um den Bahnhof, im Osten der Stadt (zusammen mit Möhlin) und im Gebiet Weiherfeld West.

Der Stadtrat, der bereits im Juni bestellt wurde und dem kein SP-Vertreter mehr angehört, besteht ab 2018 aus drei Bisherigen und zwei Neuen. «Das steht sowohl für Kontinuität als auch für Erneuerung», sagt Mazzi. Das sei gut so.

Nach dem Rücktritt von Brigitte Rüedin (SP) mussten die Rheinfelder am Sonntag einen neuen Vizeammann wählen. Einziger offizieller Kandidat war Walter Jucker (SVP). Er schaffte die Wahl souverän: Jucker wurde mit 1775 der 1970 abgegebenen Stimmen zum neuen Vizeammann gewählt. «Ich bin beeindruckt über die hohe Zustimmung», sagt Jucker zur AZ. Natürlich habe er gehofft, dass er ein deutliches Ergebnis erziele. Vom Resultat sei er aber schon überwältigt. Gleichzeitig sieht er das gute Abschneiden als «Lohn meiner bisherigen Arbeit im Stadtrat».

Mit Jucker freut sich die SVP: Sie besetzt nach 2001 – seit dem Rücktritt des damaligen Stadtammanns Hansruedi Schnyder – erstmals wieder eine der beiden Spitzenpositionen. Juckers Erfolg zeigt, dass die SVP durchaus auch in Exekutivämter gewählt wird – sofern sie mit Politikern antritt, die zwar hart in der Sache, aber konziliant im Umgang sind. Das ist Jucker. Für ihn ist ein fairer Umgang selbstverständlich, wie er sagt. «Denn es ist eine Grundbedingung, dass der Stadtrat als Team schlagkräftig ist.»

In der politischen Arbeit wird sich für Jucker, der seit vier Jahren im Stadtrat sitzt und 2014 die 12-jährige Sedisvakanz der SVP beendete, wenig ändern. «Der politische Einfluss bleibt gleich», ist Jucker überzeugt. Verändern werden sich seine repräsentativen Pflichten. «Ich werde die Stadt dann repräsentieren, wenn Stadtammann Franco Mazzi verhindert ist», sagt Jucker. Er freut sich darauf. «Es ist eine Ehre, dass ich das Amt ausüben darf.»