Kaiseraugst

Wärmeverbund rückt näher: Bewilligung für Holzheizzentrale steht bevo

Die Heizzentrale ist an der Böschung bei der Rewag geplant. Visualisierung zvg

Die Heizzentrale ist an der Böschung bei der Rewag geplant. Visualisierung zvg

Der Gemeinderat dürfte die Baubewilligung für die Holzheizzentrale an der Rinaustrasse demnächst erteilen.

Die AEW Energie AG plant in Kaiseraugst einen Wärmeverbund. An der Böschung zwischen der Rewag Regio Wiederverwertungs AG und der Landstrasse soll deshalb eine Heizzentrale mit Holzfeuerung entstehen. Ein entsprechendes Baugesuch lag im vergangenen Oktober auf. Nun steht die Erteilung der Baubewilligung bevor. «Das Geschäft kommt nächste Woche im Gemeinderat in die zweite Lesung», so Gemeindepräsidentin Françoise Moser.

Mit dem Wärmeverbund können dereinst bis zu 1700 Haushalte mit Wärme aus erneuerbarer Energie beliefert werden. Die AEW wird rund 21 Millionen in die Heizzentrale und das Fernwärmenetz investieren. Doch es gab auch Kritik an den Plänen. So gingen während der Auflagefrist drei Einwendungen ein (die AZ berichtete). Dabei ging es laut Moser um die Schall- und Schadstoffemissionen. Die Einsprecher hätten Transparenz gefordert, was verbrannt und was anschliessend durch den Kamin wieder ausgestossen werde. Neben den geltenden Umweltschutzbestimmungen soll dies nun auch mit Auflagen an die Betreiber geregelt werden.

Im Baugesuch war die Rede davon, dass jährlich 5200 Tonnen Waldholz und 4300 Tonnen Altholz, das von der Rewag bezogen wird, verbrannt werden soll. Für Notfälle und Spitzenlastzeiten werden zwei Ölfeuerungskessel eingebaut, die aber maximal 500 bis 800 Stunden pro Jahr in Betrieb sein sollen.

Späterer Anschluss möglich

Gemäss Yvonne Kohler, Leiterin Marketing- und Unternehmenskommunikation bei der AEW, gehören neben der Wohnüberbauung Liebrüti und den Überbauungen Kaisergarten und Sonnenmatt auch einzelne Eigentümergemeinschaften der Überbauungen Rosenweg, Junkholz und Landstrasse zu den ersten grösseren Wärmekunden. «Zudem werden einzelne Gewerbegebäude und Einfamilienhäuser mit Wärme versorgt.» Und: Diverse Gebäude oder Wohnüberbauungen, die über verhältnismässig neue Öl- und Gasheizungen verfügen, wie die Überbauung auf der Schanz oder Coop, werden erschlossen, jedoch erst später mit Wärme versorgt. Die Gemeinde ihrerseits überlegt, das Schulhaus und die Turnhalle Liebrüti anzuschliessen. Wie Yvonne Kohler sagt, besteht die Möglichkeit, sich auch nach Abschluss des Grundausbaus noch an den Wärmeverbund anzuschliessen.

Erste Bauarbeiten im Gang

Die ersten Arbeiten für den Wärmeverbund werden bereits ausgeführt. «Der Bau der Fernwärmeleitungen im Hirsrütiweg ist aufgrund der gleichzeitigen Strassensanierung durch die Gemeinde Kaiseraugst bereits weit fortgeschritten», sagt Yvonne Kohler. Ebenfalls wurde schon mit Vorbereitungsarbeiten für den Bau des Fernwärmenetzes zwischen der «McDonald’s»- Filiale und der Überbauung Landstrasse begonnen. Und es laufen Vorarbeiten für die Umstellung von Heiss- auf Warmwasser in der Überbauung Liebrüti.

Der Baustart für die Heizzentrale soll «umgehend nach Erteilung der Baufreigabe», erfolgen. Laut Kohler ist dies frühestens Anfang Juni der Fall. Die Inbetriebsetzung der Wärmeproduktionsanlage ist vor der Heizperiode 2020/21 vorgesehen.

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