Die Goldsittiche flattern gekonnt umher und krächzen. Die neue Umgebung scheint ihnen zu gefallen; dies bestätigt Rolf Lanz. «Die Vögel haben sich nach der grossen Züglete Ende Oktober von Frankreich in die Schweiz gut erholt und eingelebt.» Nach einer mehrwöchigen Eingewöhnungszeit hat Rolf Lanz die Türchen zur Aussenvoliere geöffnet; seither verbringen die Sittiche einen Grossteil des Tages draussen.

Nicht ganz so schnell in der Anpassung wie die Sittiche sind die Aras. «Diese Tiere sind skeptischer und vorsichtiger. Ich werde sie deshalb erst jetzt langsam an die Aussenvolieren gewöhnen.» Das Hauptproblem, so Lanz, sei der Rückweg ins Innere. «Die Vögel müssen zuerst begreifen, wo das Türchen ist und wie sie es benutzen.» Um ihnen diesen Weg zu erleichtern, werde er in den nächsten Tagen Gehstangen einbauen.

Die Vogelhäuschen mit den Aussenvolieren sind alle fertig, noch im Bau befindet sich das Herzstück der Anlage, die grosse Flugvoliere. Rolf Lanz: «Wir brauchen zwei Wochen, um die Gitter-Abdeckung vorzubereiten. Montiert wird sie an einem Tag. Allerdings brauche ich dafür rund 15 Mann.»

Momentan leben 100 Tiere im Vogelpark in Zeihen, der am 1. Mai eröffnet wird. Bis dahin werden weitere 80 Vögel hinzukommen. Geplant ist, bis 2016 den Bestand auf rund 250 bis 300 Vögel zu erhöhen. Besonders erfreut ist Rolf Lanz darüber, dass alle Jungtiere dieses Jahres gesund und bald selbstständig sind.

Bis zur Eröffnung werden auch noch Schweizer «Vögel» einziehen. Die Appenzeller Spitzhaubenhühner gehören laut Pro Specie Rara zu den gefährdeten Tierrassen in der Schweiz. Einige von ihnen werden bald im Gehege neben der grossen Flugvoliere und mit Ausblick auf den idyllischen Teich leben. Der Vogelpark Ambigua wird nach der Eröffnung von Mai bis Oktober, jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag, von 13 bis 19 Uhr geöffnet sein.