Frick
Vorfreude beim Theater Staffeleggtal: Auf der Bühne wird es kriminell

Das Theater Staffeleggtal steht mit «Mord on Backstage» vor seiner Premiere im «Monti» in Frick. Seit Januar sind die zehn Darsteller drei Mal pro Woche am Proben – denn die Hürden für das Ensemble liegen dieses Mal höher.

Dennis Kalt
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Möchten in einigen Tagen bei der Premiere mit ihrem neuen Bühnenstück die Zuschauer begeistern: die Schauspieler des Theatervereins Staffeleggtal. ZVG

Möchten in einigen Tagen bei der Premiere mit ihrem neuen Bühnenstück die Zuschauer begeistern: die Schauspieler des Theatervereins Staffeleggtal. ZVG

Sechs Tage vor der Premiere von «Mord on Backstage» halten sich Vorfreude und Nervosität bei Claudia Balz, Präsidentin des Theatervereins Staffeleggtal, die Waage. «Jedes Mal, kurz vor dem ersten Satz der Premiere, sterbe ich einen kleinen Tod auf der Bühne. Aber die Vorfreude, das zu zeigen, wofür wir so lange geübt haben, ist riesig», sagt sie.

Tatsächlich sind die zehn Darsteller bereits seit Januar drei Mal pro Woche in einem Lagerraum in Frick am Proben. Dort wird an Monolog, Mimik und Gestik gefeilt. Dies solange bis Regisseur Markus Schmid zufrieden ist. Verhehlen kann Balz nicht, dass es «manchmal ermüdend» ist, wenn man eine Szene «zum x-ten Mal» proben muss. Dies sei jedoch notwendig, «um auf der Bühne zu glänzen» und «das Publikum zu packen».

Dass die Hürden für das Ensemble hierfür höher liegen, als in den Jahren zuvor, hat zwei Gründe. So befinden sich bei «Mord on Backstage» zum ersten Mal alle Schauspieler während der ganzen Aufführung auf der Bühne – auch, wenn diese nicht gerade schauspielern müssen. Grund hierfür ist, dass man den Backstage-Bereich der Schauspieler kurzerhand auf die Bühne verlegt, weil dieser Bestandteil des Stückes ist.

«Dies bedeutet, dass wir keine Zeit haben, mal schnell zu verschnaufen oder ins Textbuch zu schauen. Wir sind permanent gefordert», erklärt Balz. Eine weitere Herausforderung ist, dass zum ersten Mal in einigen Szenen der Saal in Fricks Monti kurz zur Bühne gemacht wird. «Ich hoffe, dies funktioniert so, wie wir uns das vorstellen», so Balz. Denn dies werde man erst am 1. Mai – zwei Tage vor der Premiere – sehen, dann, wenn zum ersten Mal im «Monti»-Saal geprobt wird.

«Um das Drumherum kümmern»

Das Bühnenbild wird für die Vorstellungen Jahr für Jahr eigens konstruiert. Auch die Kostüme werden selbst ausgesucht und organisiert. «Die Darsteller müssen nicht nur proben und zu Hause ihre Texte üben, sondern sich auch um das Drumherum kümmern», so Balz.

Trotz der Intensität, die den Darstellern abverlangt werde, gelänge es von Jahr zu Jahr – seit 1990 –, ein schlagkräftiges Ensemble auf die Bühne zu bringen. Zwar sei es manchmal schwierig, neue Darsteller zu rekrutieren, doch einige, die neu hinzukämen, blieben dabei, weil sie das Bühnenfieber packe.

Mit der Aufführung von «Mord on Backstage» geht für den Theaterverein ein lang gehegter Traum in Erfüllung. «Wir wollten schon immer unseren Probealltag – natürlich etwas überspitzt – auf die Bühne bringen», sagt Balz.

Die Handlung von «Mord on Backstage» ist schneller erzählt, als gespielt: Regisseur Heini Feinstaub schreibt für seine Theatergruppe ein anspruchsvolles englisches Drama. Dies aber nicht zur Freude seiner Darsteller, die sich gegen das Stück sträuben. Zudem haben sie mit Ehekrisen und Intrigen, ein Darsteller sogar mit einem Mord, bereits genug am Hut. Doch die Premiere ist unausweichlich und scheint in einer Katastrophe zu enden.

Premiere von «Mord on Backstage»:

Donnerstag, 3. Mai, 20.15 Uhr, Fricks Monti.