Mehr als hundert Sängerinnen und Sänger aus Frick und Bern kamen zum Probenwochenende zusammen. An drei Tagen wurde geprobt und gefeilt an den Opernmelodien zu Verdis «Nabucco». Nabucco ist der alttestamentliche babylonische Herrscher Nebukadnezar, wie er in den Büchern der Propheten Jeremia und Ezechiel beschrieben wird. Die Geschichte spielt um das Jahr 586 vor Christus und erzählt von der babylonischen Gefangenschaft der Juden, die rund 70 Jahre dauerte.

Die Opernhandlung erzählt einerseits vom Streben des jüdischen Volkes nach Freiheit aus der Gefangenschaft und andererseits von der extremen Selbstüberschätzung des Titelhelden, der sich selber zu Gott machen will und daraufhin mit Wahnsinn geschlagen und erst durch seine Bekehrung zum Gott der Juden geheilt wird.

Das Libretto der Oper von Temistocle Solera ist italienisch und der Chor singt das Stück in der Originalsprache, was nicht wenig Mühe machte in den Proben. An einem der drei Probetage kam sogar eine Italienerin, um die Aussprache zu kontrollieren und zu verbessern. Schliesslich will man sich keine Blösse geben, da die konzertante Nabucco-Aufführung vor den Konzerten in Zofingen, Bern und in Aarau auch in Vercelli, im italienischen Piemont, stattfinden soll.

In Frick gibt es keine Lokalität, die für eine solche Aufführung und für einen so grossen Chor und das italienische Orchester «Carlo Coccia di Novara» geeignet wäre. Deshalb finden die Konzerte in Zofingen (Stadtkirche am Freitag, 18.  Januar, 19.30 Uhr), in Bern (Französische Kirche am Samstag, 19. Januar, 19 Uhr) und in Aarau (Stadtkirche, Sonntag, 20. Januar, 17 Uhr) statt. (az)