Gipf-Oberfrick

Von der Tanzschule auf die TV-Bühne: Fricktaler Tanz-Crew im «DGST»-Halbfinal

«Focus» tanzen beim «Die grössten Schweizer Talente» durch die 20er-Jahre

«Focus» tanzen beim «Die grössten Schweizer Talente» durch die 20er-Jahre

Der Fricktaler Luca Häseli und seine Tanz-Crew «Focus» begeisterten derart, dass Rapper Bligg drohte, seinen Jury-Job aufzugeben, wenn sich nicht alle Jury-Kollegen für ein Halbfinal-Ticket der Tanzgruppe aussprächen.

«Focus!» Plötzlich war der Zwischenruf in einer Tanzprobe in der Tanzschule Dance Tower in Gipf-Oberfrick. «Focus! Konzentriert euch und fokussiert euch aufs Wesentliche.»

Es muss Anfang 2010 gewesen sein. «Wir trainierten seit einigen Monaten zusammen und waren manchmal etwas crazy und unorganisiert», erklärt Luca Häseli im Rückblick. Und: Die Gruppe hatte noch keinen Namen. «Spontan dachte ich ‹Focus› könnte passen», so Häseli weiter.

Es hat gepasst. Die Hip-Hop-Formation – neben Luca Häseli sind auch die Fricktaler Steffi Mediavilla, Naomi Troiani, Luca Schaad und Robin Dobler von Anfang an dabei – hat an nationalen und internationalen Wettbewerben teilgenommen und holte unter anderem zwei Schweizer Meistertitel, 2010 und 2011.

Inspirierende Einflüsse

«Anfang 2015 haben wir uns dann mit Contemporary Jazz- und Salsatänzerinnen zusammengetan», erzählt Luca Häseli. Heute umfasst die Crew 13 Tänzerinnen und Tänzer im Alter von 19 bis 29 Jahren. Viele von ihnen arbeiten als Profis in Tanzkompanien oder Balletten.

«Mittlerweile haben wir Mitglieder aus der ganzen Schweiz. Zudem stammt eine Tänzerin aus Mexiko und zwei aus Polen», so Luca Häseli. Und so sind in den Shows nun Elemente von den verschiedensten Tanzstilen zu finden. «Die unterschiedlichen Einflüsse und Ansichten sind äusserst inspirierend und wir können sie positiv nutzen», so Luca Häseli.

«Für mich machen wir dann eine gute Show, wenn wir von A bis Z unterhalten. Wenn das Publikum gepackt und mit einer Geschichte zum Nachdenken angeregt wird. Wenn es kurzweilig und emotional ist. Wenn die Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne Energie und Präsenz ausstrahlen», fasst Luca Häseli zusammen.

Luca Häseli (Mitte) und die Tanzformation «Focus» haben im Casting von «Die grössten Schweizer Talente» überzeugt.

Luca Häseli (Mitte) und die Tanzformation «Focus» haben im Casting von «Die grössten Schweizer Talente» überzeugt.

In der ersten Castingshow der vierten Staffel der SRF-Sendung «Die grössten Schweizer Talente» ist dies geglückt. So gut, dass Rapper und Jury-Mitglied Bligg drohte, seinen Jury-Job aufzugeben, wenn sich nicht alle Jury-Kollegen für ein Halbfinal-Ticket der Tanzgruppe «Focus» aussprächen. Natürlich war die Drohung nicht ganz ernst gemeint – und auch nicht nötig. Denn Komiker Jonny Fischer, Moderatorin Susanne Kunz und Ex-Fussballtrainer Gilbert Gress waren von der Show von «Focus» ebenfalls begeistert.

Und so bereitet sich «Focus» derzeit auf die Live-Show im Halbfinale vor. «Wir sind daran, zwei neue Shows einzustudieren», erklärt Luca Häseli etwas mehr als zwei Wochen nach Ausstrahlung des Castings, «eine fürs Halbfinale und eine fürs Finale. Denn zwischen Halbfinal und Finalsendung bleibt nur eine Woche Zeit, das ist zu kurz für eine neue Choreografie.»

Auf Fan-Stimmen angewiesen

Die Aussage beweist, dass «Focus» ambitioniert ist. «Wir wollen möglichst weit kommen und am Ende gewinnen», bestätigt Häseli. Dafür wird eifrig geprobt, jeweils am Wochenende, an beiden Tagen je drei bis sechs Stunden. «Am meisten müssen wir noch am synchronen Timing feilen», weiss Luca Häseli. Da alle Tänzer verschiedene Backgrounds haben, sei dies vor allem in den Teilen, in denen alle 13 gleichzeitig auf der Bühne sind, eine Herausforderung. «Ich bin aber zuversichtlich, dass in der Live-Show dann alles super klappt», so der Gipf-Oberfricker.

Überzeugen müssen sie im Halbfinale, das am Samstag, 2. April, um 20.10 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt wird, vor allem die Fernsehzuschauer. Sie entscheiden in der Live-Sendung mit SMS und Telefonanrufen, wer ins Finale einzieht. Und so ist «Focus» nicht nur im Trainingslokal, sondern rührt auch auf Facebook und Instagram und mit Flyern die Werbetrommel, damit es auch im Finale der TV-Show heisst: «Focus!»

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