Rheinfelden
Von der Entente Florale bis hin zu Putin, Merkel und Obama

6 Sujetwagen, 62 Formationen und 1800 Teilnehmer liefen die Umzugsroute ab. Die Themen waren beim 34. grenzüberschreitenden Umzug breit gestreut.

Martina Proprenter
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Aus Sevelen reisten die Pelzchappni nach Rheinfelden
16 Bilder
Umzugsteilnehmer in der Kutsche
Hübsch verkleidet und gut geschützt
Die Latschari Clicque in ihrem bekannten Gang
Furchteinflössende Masken
Das Rote Haus fuhr am Umzug durch Rheinfelden
Grenzüberschreitende Fasnacht in Rheinfelden
Fasnacht verbindet Gross und Klein
In der Rheinfelder Marktgasse säumten viele Schaulustige den Strassenrand
Konfettidusche für eine Umzugsbesucherin
Hexe mit Besen in der Marktgasse
Konfetti gehören zu einem Fasnachtsumzug
Ein fröhlich grinsender Waggis
Für Nachwuchs ist gesorgt
Die-Überwachung durch die NSA war ein Wagen-Thema
Farbenfrohes Bild der Rheinfelder Fasnächtler

Aus Sevelen reisten die Pelzchappni nach Rheinfelden

Martina Proprenter

Fasnachtswetter, wie es sich Narren und Schaulustige nur wünschen, gab es beim Höhepunkt der Rheinfelder Strassenfasnacht, dem 34. grenzüberschreitenden Umzug gestern Sonntag. 1800 Teilnehmern in 62 Formationen, davon elf mit vielen Schrägtönen, zogen vom Obertorplatz in der Schweiz über die Rheinbrücke zum Rathaus auf der badischen Seite.

In bewährter Manier zog der Narrenwurm im Schritttempo am Publikum vorbei, angeführt von den Burgfätzer (Chur) und den Pelzchappni (Sevelen). Die Hästräger liessen sich von Musikformationen der deutschen Seite unterstützen und geizten nicht mit Musik und Süssigkeiten, was besonders die kleinen Fasnachtsfans freute.

Farbenprächtiger Umzug

Fasnachtsgesellschaft Rheinfelden (FGR) und Narrenzunft Badisch-Rheinfelden genossen den Höhepunkt ihrer diesjährigen Kampagne und zeigten sich sichtlich stolz vom farbenprächtigen Bild, das eindrücklich die gute Zusammenarbeit der Schwesternstädte zeigte.

Mit im fasnächtlichen Rudel waren die Löölituter (Bottinghofen), die Storchenguuger (Winau), die Rumpel-Stilze (FGR, Rheinfelden), die Gassechlöpfer (Gossau), Schmatz die Gurken (Schaffhausen), die Grüttgrabegeischter, die Spitzbuebe (FGR, Rheinfelden) und die Kumerbachsürpfler (Villingen), die den Narrenwurm abschlossen.

In mühevoller Kleinarbeit waren sechs Sujetwagen entstanden, mit denen sich die Armlüüchter Rhyfälde FGR, die Querschläger Rhyfälde, die Rhy-Waggis 01, die Wagengruppe Nöschlikon, die Ruederwaggis Rhyfälde FGR und die Wagengruppe Kaiseraugst präsentierten. Die Wagen waren kreativ wie immer: Mit Themen wie der Entente Florale Europe («Mir sin die, wo gwinne welle») oder der Überwachung («Barack, mir gsähnd dich. Angie, mir ghööre dich. Putin, mir wüsse wo du wonsch.») zeigten die Narren, dass sie an der Fasnacht auch die ernsten Themen nicht vergessen.

Nach dem Umzug musste aber niemand nach Hause gehen, in der Altstadt und dem Rathaus auf deutscher Seite wurde bis zum Abend bewirtet und die Gewinner der Wagen prämiert. Mit Trauertüchern verhüllt nahmen die Fasnächtler am Abend schliesslich Abschied von Frau Fasnacht, geleiteten sie in einer feierlichen Prozession zur Schiffsanlegestelle und übergaben sie anschliessend brennend dem Rhein.