Auguste Deter und ihr Arzt Alois Alzheimer spielen die Hauptrollen am 8. Februar in der Laufenburger «Kultschüür». Unter dem Titel «Die Akte Auguste D.» wird auf die Entdeckung der heutigen Volkskrankheit Alzheimer eingegangen. Dies in Form einer szenischen Lesung mit den Schauspielern Ulrike Hofmann und Basil Dorn.

Treffen kann es jeden und jede. Weltweit leben heute 45 bis 50 Millionen Menschen, die an einer Demenzerkrankung leiden. 65 Prozent davon leiden unter der Krankheit, die allgemein als Alzheimer bekannt ist. Heilung gibt es bei der Diagnose Alzheimer nicht – trotz grosser Anstrengungen in der Forschung gibt es noch keine Therapie.

Porträt einer Erkrankten

Die Verantwortlichen der «Kultschüür», dem Eventlokal in der Laufenburger Altstadt, wollen mit ihrer Veranstaltung dazu beitragen, dass man besser verstehen kann, was im Menschen geschieht, wenn Alzheimer das Gehirn einnimmt. Die szenische Lesung mit Ulrike Hofmann und Basil Dorn schildert die Beobachtungen, die Alois Alzheimer Anfang des 20. Jahrhunderts an der ersten Alzheimer-Patientin Auguste Deter macht. Auguste ist mit 51 Jahren überaus vergesslich. Ihr Arzt versucht, der Krankheit auf die Spur zu kommen, und hält die Gespräche mit ihr schriftlich fest.

Die Lesung zeichnet ein Porträt der Krankheit, gibt Einblick in die damaligen «Irrenanstalten» und Methoden der Hirnforscher und schildert die rätselhafte Beziehung von Deter und Alzheimer. Die Einführung in den Abend erfolgt durch Carsten Niebergall, Geschäftsleiter der Alzheimervereinigung Aargau. Im Anschluss an die Lesung findet ein Podiumsgespräch statt. (az)

«Die Akte Auguste D.» – ein Abend im Zeichen von Demenz und Alzheimer: Mittwoch, 8. Februar, 19.30 Uhr in der «Kultschüür» in Laufenburg.