Mit seinen Gelati brachte Federico Hochreuter etwas südländisches Flair nach Frick. Im Frühjahr hat er an der Hauptstrasse eine Gelateria eröffnet. Mit der ersten Saison ist er zufrieden. «Nach einem etwas harzigen Start ist es richtig gut gelaufen», so Hochreuter. Aber er weiss: Ist es draussen frostig, fehlt vielen die Lust auf Glace. Das Angebot in der Gelateria hat er auf den Winter deshalb ergänzt.

Hochreuter verkauft nun Hotdogs – aber nicht einfach Brötchen und Wurst mit Ketchup oder Senf. Der Gelateria-Betreiber bietet vier verschiedene Hotdog-Varianten, auch eine vegetarische, und dazu jede Woche ein neues «Special». Dazu gibt es Kartoffelstock statt Pommes und auf Wunsch frischen Saft statt ein Süssgetränk. Es ist Hochreuters Statement für eine bewusstere Ernährung. «Das Angebot kommt an. Vor allem über den Mittag haben wir viele Kunden», so der gebürtige Argentinier.

Eiskuchen zu Weihnachten

Die Gelateria in den Wintermonaten einfach zu schliessen und erst bei steigenden Temperaturen wieder zu öffnen, sei «nicht wirklich ein Thema» gewesen, sagt Hochreuter und fügt lachend an: «Wir wollen den Winter überleben, weil wir wissen, dass der Sommer gut wird.» Ganz auf Süsses verzichten möchte er allerdings nicht. Über die Festtage bietet er auf Bestellung verschiedene Dessert-Kreationen an. «Semifreddo», zu Deutsch: Halbgefrorenes, heisst das Zauberwort – es handelt sich um eine Art Eiskuchen, eine italienische Spezialität. Für Weihnachten konnte Hochreuter schon mehrere Bestellungen entgegennehmen. Das südländische Flair scheint dem frostigen Schweizer Winter zu widerstehen.

An den Winter anpassen (müssen) wird sich hingegen Christian Wunderlin. Der Fricktaler war jahrelang in der ganzen Welt unterwegs und hat als Surflehrer gearbeitet, bevor es ihn im vorletzten Jahr wieder in die Heimat zog. In Stein hat er im Frühjahr einen Surf-Shop eröffnet, bietet Kurse im Stand-up-Paddling und Wind- und Kite-Surfen an. Sportarten, die einem nicht eben in den Sinn kommen, wenn man an winterliche Aktivitäten denkt. Aber: Beides ist auch in der kalten Jahreszeit möglich.

Paddeln im Hallenbad

«Snow-Kiten» nennt sich das Surfen am Schirm auf Schnee, mit Snowboard oder Skiern. Wunderlin möchte es ab Ende Januar anbieten, etwa auf dem Feldberg im Schwarzwald oder dem Silvaplanersee im Engadin. «Das Kiten auf dem Schnee eignet sich gut als Einstieg zum Kiten auf dem Wasser», sagt Wunderlin.

Auch für Stand-up-Paddling-Interessierte möchte er eine einfache Einstiegsmöglichkeit bieten: Er plant Kurse im Sissler Hallenbad. Dort arbeitet Wunderlin als Badmeister und gibt Schwimmkurse für Kinder. Bald sollen Kurse im Indoor-Paddeln mit den Varianten Yoga oder Fitness dazukommen. «In der Halle ist die Hemmschwelle für Einsteiger niedriger, sich auf das Brett zu stellen, als auf dem Rhein», sagt Wunderlin. Wer also mehr Sport auf die Liste der Neujahrsvorsätze gesetzt, aber noch nichts Passendes gefunden hat: Paddeln im Hallenbad ist eine Möglichkeit.

Minigolf-Parcours hat offen

Auch das Sportzentrum Bustelbach würde sich für sportliche Aktivitäten anbieten. Es hat das ganze Jahr offen. Hochbetrieb herrscht im Winter in den Hallen. Tennis, Badminton oder Fussball werden hier gespielt. «Es wird uns sicher nicht langweilig – im Gegenteil: Der Winter ist für uns die wichtigste Zeit», sagt Zentrumsleiter Johannes Oehler. Aber auch der im Sommer beliebte Minigolf-Parcours draussen versinkt in den kalten Monaten nicht im Winterschlaf.

«Solange kein Schnee liegt und es nicht regnet, kommen die Leute auf die Anlage», sagt Oehler. Wegen des lange schönen und vor allem trockenen Wetters spricht er von «einem für uns guten Winter». Gerade während Schulferien oder um die Feiertage würden oft Eltern oder Grosseltern mit kleinen Kindern ein paar Runden spielen. «So lässt sich das schöne Wetter auch im Winter im Freien geniessen», sagt Oehler. «Das Wichtigste ist: Handschuhe und Mütze anziehen. Dann macht Minigolf auch im Winter Spass.» Sofern der kleine Ball denn auch den Weg ins Loch findet.