Frick

Vom Pflanzenbau bis zur Tierzucht – alles Bio

Forschung des FiBL in Frick (Gebäudekomplex im Hintergrund) erstreckt sich auch auf den Biorebbau.  chr

Forschung des FiBL in Frick (Gebäudekomplex im Hintergrund) erstreckt sich auch auf den Biorebbau. chr

Das im In- und Ausland anerkannte Kompetenzzentrum für Biolandwirtschaft befindet sich seit 1997 in Frick: 130 Beschäftigte zählt das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) gegenwärtig.

Die Palette reicht bis zur ganzheitlichen Tiergesundheit, der Tierethologie (Verhaltensforschung), der standortgerechten Tierzucht, der Sozioökonomie (Untersuchung wirtschaftlicher Aktivitäten und deren Verhältnis zu gesellschaftlichen Prozessen), der umfassenden Biomarkt-Analyse und der ökologischen Lebensmittelverarbeitung.

Verbindung mit 200 Praxisbetrieben

Aus dem aktuellen Jahresbericht 2010 des FiBL geht hervor, dass viele der Projekte und Datenerhebungen bei mehr als 200 Praxisbetrieben in der ganzen Schweiz stattfinden. Dabei gelten die enge Verbindung der einzelnen Forschungsgebiete sowie der intensive Wissensaustausch zwischen der Forschung und der Praxis als Stärken des FiBL.

«Diese langjährige Erfahrung der praxisnahen Forschung und Beratung entpuppte sich in den letzten zwei Jahren als Exportschlager. Von unseren zahlreichen internationalen Aktivitäten profitieren auch die Schweizer Bauernfamilien.

Dank internationalen Forschungsgeldern können wir auch viele Probleme der Praxis in der Schweiz lösen», führte Urs Niggli, Direktor des FiBL Schweiz, im Jahrebericht aus. Als Beispiele führte er die nichtchemische Entwurmung von Schaf und Rind auf, die Reduktion der Kupferbehandlungen im Kartoffel- und Weinbau, die Verbesserung des Schutzes der Bioprodukte vor unerwünschten Rückständen mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) oder die Weiterentwicklung von Methoden zur Messung der Bodenfruchtbarkeit.

«Die Zusammenarbeit mit den Bundesämtern für Landwirtschaft (BLW), Veterinärwesen (BVET) und Umwelt (BAFU) konnte 2010 weiter intensiviert werden. Ferner bringt das Forschungsinstitut für biologischen Landbau seine Expertise in den Bereichen Klima, Weiterentwicklung der Direktzahlungen (WDZ) und Tiergesundheit ein», so Direktor Urs Niggli.

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