Rheinsulz

Vom Flugplatz aufs Fischergut: «Für uns ist das fast ein bisschen wie ein Sechser im Lotto»

Yvonne Rieben und Michael Huber an ihrem Angelteich auf dem Fischergut. Bild: mf

Yvonne Rieben und Michael Huber an ihrem Angelteich auf dem Fischergut. Bild: mf

Michael Huber und Yvonne Rieben wirten seit Anfang Monat in Rheinsulz. Übernommen haben Huber und Rieben nicht nur das ­Fischergut mit dem Restaurant und der grosszügigen Aussen­anlage, sondern auch das Team, das schon unter der Familie Stooss im Einsatz stand

Noch stehen unausgepackte ­Zügelkisten im Wohnhaus auf der grossen Anlage des Fischerguts in Rheinsulz und noch wird dort auch gewerkelt. «Wir sind erst am letzten Wochenende ­definitiv hier hingezogen», sagt Michael Huber. Gemeinsam mit seiner Frau Yvonne Rieben hat er das Fischergut auf den 1.November übernommen. «Für uns ist das fast ein bisschen wie ein Sechser im Lotto», ist Huber überzeugt.

Verschiedene Fondues in den Wintermonaten

Von Kindesbeinen an hat der ­heute 51-Jährige stets gefischt und er bezeichnet das Angeln als seine Leidenschaft. Zudem ist er gastronomieerfahren und führte zuletzt das Beizli auf dem Flugplatz Schänis. «Dort wird allerdings nun gebaut und ich musste mir etwas Neues suchen», so Huber. Auf der Suche nach Alternativen erinnerte er sich an den Betrieb mit über hundertjähriger Geschichte in Rheinsulz. «Ich kenne das Fischergut schon seit einigen Jahren, nun hat sich die Möglichkeit ergeben, es zu kaufen.»

Übernommen haben Huber und Rieben nicht nur das ­Fischergut mit dem Restaurant und der grosszügigen Aussen­anlage, sondern auch das Team, das schon unter der Familie Stooss im Einsatz stand. Im Winter sei sicherlich nicht Hochsaison für den Betrieb, so Huber. «Aber es ist sehr gut, konnten wir jetzt starten. So ­haben wir Zeit, alles genau ­kennen zu lernen.»

Das Angebot soll grundsätzlich beibehalten werden. Kunden können im Fischergut ihre eigene Mahlzeit angeln, aber auch einfach etwas von der gutbürgerlichen Karte bestellen. Die Fondue-Karte wird für die kommenden Monate sicherlich ebenfalls beibehalten und auch der Verkauf von selbstgeräucherten Forellenfilets wird fortgeführt. «Wir sind aber auch ­offen für Veränderungen und werden uns an die Bedürfnisse der Kunden anpassen», so Yvonne Rieben.

Öffnungszeiten etwas ausgebaut

Als ersten Schritt haben die ­neuen Besitzer die Öffnungszeiten wieder etwas verlängert. Montag und Dienstag bleiben zwar Ruhetag, «aber an den übrigen Tagen sind wir von 8 Uhr bis sicher 22 Uhr für unsere Gäste da», wie Huber sagt. In der Sommersaison würden sich die Öffnungszeiten abends dann ohnehin noch weiter verlängern.

«Unser Ziel ist es, für die Einheimischen und die Vereine da zu sein», so Huber. Und natürlich als Lokal für Familien- oder Geschäftsausflüge oder für Velo- und Motorradfahrer. Die ersten Reaktionen stimmen ­Huber und Rieben positiv, dass dies gelingt. «Die Einheimischen sind froh, dass das ­Fischergut weiter besteht», so Huber. Und seine Frau ergänzt: «Wir setzen nun all unsere Energie in dieses Projekt.»

Aargauer Gastro-News 2019:

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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