Rheinfelden
Volle Kraft voraus: Sanierung des Rheinhafens läuft auf Hochtouren

Für rund 1,5 Millionen Euro wird der Hafen saniert und für die Zukunft fit gemacht. Das Hafenbecken muss ausgeräumt werden, damit auch grössere Schiffe mit mehr Tiefgang anlegen können. Bis Ende April sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Peter Rombach
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Das Hafenbecken wird ausgebaggert, damit Frachtschiffe mit grösserem Tiefgang anlegen können. ach

Das Hafenbecken wird ausgebaggert, damit Frachtschiffe mit grösserem Tiefgang anlegen können. ach

Betreiberin der Anlagen am badischen Rheinufer ist seit Jahren die Rhenus Logistics AG mit ihrem Zentrum im Basler Rheinhafen. Dort wird auch ein Grossteil der Schweizer Einfuhren abgewickelt.

Dass aber auch die «Aussenstelle Rheinfelden» im Konzern mit einem Jahresumsatz von 4 Milliarden Euro und mehr als 24 000 Beschäftigten an über 350 Standorten wichtig ist, unterstreichen die momentan laufenden Investitionen, schliesslich werden jährlich bis zu 200 000 Tonnen Güter umgeschlagen.

Vor allem Sand und Kies für die Schweizer Baubranche und Rohstoffe für die chemische Industrie im badischen Rheinfelden. Und auf dem umgekehrten Weg schickt beispielsweise die Aluminium GmbH per Schiff flussabwärts grosse Produktionsteile in alle Welt. «Eine zuverlässige und wirtschaftlich tragfähige Transportkette», ist man im Hause Rhenus überzeugt.

Hafenbecken wird ausgebaggert

Nachdem die fast 200 Meter lange Kaimauer bereits mit einem massiven Vorbau aus Spritzbeton saniert worden ist, gelten nun die laufenden Arbeiten dem eigentlichen Anlegebereich für Frachtschiffe aus vieler Herren Länder.

Auf Pontons stehen Bagger und andere Spezialmaschinen, um das Hafenbecken «auszuräumen», sprich von Geschwemmsel, Geröll und sogar Felsspitzen zu befreien, um auch voll beladene Schiffe mit einem grösseren Tiefgang bis etwa 2,60 Meter empfangen zu können, was letztlich die Wirtschaftlichkeit der Transporte zu Wasser erhöht.

Niedriger Pegelstand hilft

Aus der Sicht des badischen Oberbürgermeisters Klaus Eberhardt ist die Modernisierung des Rheinfelder Rheinhafens «eine elementare Massnahme zur Sicherung des Industriestandorts und ein Beitrag zu einem umweltverträglichen Güterverkehr», wie er gegenüber der Tageszeitung «Die Oberbadische» erklärte.

Auch sonst hatte sich der Rathauschef schon zugunsten des Rheinhafens starkgemacht. So konnte er nach Informationen der Aargauer Zeitung beispielsweise beim Land Baden-Württemberg einen Sanierungszuschuss von 345 000 Euro lockermachen.

Spaziergänger dürfen vom Schweizer Rheinuferweg aus die Baggerarbeiten auf der anderen Rheinseite noch ein Weilchen in aller Seelenruhe beobachten. Spätestens Ende April soll das Projekt jedoch vollendet sein, zumal die momentan sehr niedrige Wasserführung des Rheins (am Pegelmesspunkt Rheinfelden gestern Morgen um 7 Uhr 690 Kubikmeter pro Sekunde) den Bauleuten sehr entgegen kommt.