Der März steht im Laufenburger Eventlokal ganz im Zeichen von qualitativer Vielfältigkeit. Dem Publikum werden ein Kriminaltheater mit Stefan Libardi aus Wien, der Start der Kinoreihe «club de cinéma» mit Rolf Lyssy sowie das Comedyprogramm «Dormicum» mit Patrick Frey geboten. Jede der drei Veranstaltungen sei ein Highlight, so der Betriebsleiter, Martin Willi, der Kultschüür in Laufenburg.

Den Start macht der Schauspieler Stefan Libardi aus Wien, der am 10. März mit dem Kriminalstück «Gefahr ist mein Geschäft» von Raymond Chandler Spannung verspricht. Drei Tote und ein Schwerverletzter – das ist die blutige Bilanz des Falles, den Detektiv John Dalmas lösen soll. Und einfach ist die Sache nicht. Im Gegenteil. Die Polizei verdächtigt den privaten Ermittler sogar, selbst an dem einen oder anderen Mord beteiligt gewesen zu sein. Stefan Libardi wird in diesem Stück von Lukas Krenn auf der E-Gitarre musikalisch begleitet.

Kino im Kleinformat

Nur wenige Tage später, am 16. März, bekommt Laufenburg ein Kino im Kleinformat. Jährlich sollen mehrere ausgesuchte Filme gezeigt werden, den Start macht der neue Schweizer Kinofilm «Die letzte Pointe» von Rolf Lyssy mit Monica Gubser, Delia Mayer und Suly Röthlisberger. Für ihre 89 Lenze ist Gertrud Forster beneidenswert vital und selbstständig. Ihre grösste Angst ist es, dement im Altersheim zu enden. Umso schockierter ist sie, als ein eleganter Engländer bei ihr auftaucht, weil sie ihn auf einer Dating-Plattform für Senioren angeschrieben hat. Da Gertrud sich an nichts dergleichen erinnern kann, möchte sie nur noch eines: Ihr möglichst selbstbestimmtes Ende, bevor sie auf der Demenzstation landet.

Zum Start des «club de cinéma» wird Rolf Lyssy selbst anwesend sein. In einem rund einstündigen Talk mit dem Journalisten Urs Heinz Aerni vermittelt er Einblicke zu seinem Schaffen und Wirken.

Satirisches Solo-Programm

Der dritte März-Event findet dann am 24. März statt, wenn Schauspieler und Kabarettist Patrick Frey sein Soloprogramm «Dormicum» präsentiert. Frey hat sich vor 28 Jahren geschworen, nie ein Soloprogramm zu machen, weil er dann in der Pause das Bier hinter der Bühne alleine trinken müsste. Nun ist er etwas älter geworden, trinkt nur noch Gin Tonic und hat sich deshalb entgegen seinen Vorsätzen entschlossen, allein auf Tournee zu gehen.

Er nutzt die unterschwellig lauernden Ängste der Menschen vor Krankheit und Tod für ein hoffentlich lustiges Programm. «Dormicum» ist ein Medizinschrank voller Geschichten über unklare Bauchschmerzen, die schwindelerregenden Nebeneffekte eines bekannten Beruhigungsmittels, über Kosmetika für das Leben nach dem Tod und das komplexe Leiden transsexueller Problemhunde – oder anders gesagt: ein Abend mit satirischen Risiken und komischen Nebenwirkungen. (AZ)