Stein
Viele neue Gesichter im Theater Stein

Noch im Frühjahr war unklar, ob genug Schauspieler gefunden würden. Jetzt präsentiert der Theaterverein ein neues Stück.

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Der Theaterverein Stein bei einer Aufführung.

Der Theaterverein Stein bei einer Aufführung.

Was wäre der Januar in Stein ohne die Aufführungen des Theatervereins? Bereits zum 36. Mal öffnet sich im Januar 2018 der Vorhang des Saalbaus und die Akteurinnen und Akteure der diesjährigen Produktion dürfen dem Publikum zeigen, dass sich das Textlernen, das In-die-Rolle-Denken und die Proben gelohnt haben.

Dass der Theaterverein auch im kommenden Januar ein Theater auf die Bühne bringen wird, war lange nicht sicher. Viele Steiner Stammspieler konnten aus beruflichen Gründen nicht mitwirken. So gestaltete sich die Spielersuche dieses Jahr schwieriger als bisher, weshalb der Verein im Frühsommer einen grossen Aufruf startete und Mitspieler über Zeitungsinserate und Werbetafeln suchte.

Besetzung dank Aufruf

«Der Aufwand zeigte Wirkung und Anfang Juli stand sowohl das Stück als auch die Truppe fest», heisst es nun in einer Mitteilung des Theatervereins. Bereits Mitte August begannen die Proben. Anfänglich bloss zwei pro Woche, ab Anfang November trafen sich die Spielerinnen und Spieler unter der Regie von Esther Ammann dann dreimal wöchentlich.

Bei der Stückwahl dürfen sich die Zuschauer auf einen Schwank mit vielen Irrungen und Wirrungen freuen. Dass die Lachmuskeln nicht zu knapp strapaziert werden, zeigte sich bereits ganz zu Beginn der Proben. Neben den offensichtlichen Schenkelklopfern, schafft es Esther Amman, die für den Theaterverein Stein bereits zum 25. Mal Regie führt, auch die subtilen Lacher perfekt in Szene zu setzen.

Regisseurin mit Spürsinn

Da sich das diesjährige Ensemble aus vielen neuen Gesichtern zusammensetzt, die noch nie zusammen auf der Bühne standen, war ihr Spürsinn des Förderns und Forderns besonders gefragt. «Dass sie es einmal mehr geschafft hat, die sieben Akteure zu einer Einheit zu verbinden, steht ohne Zweifel fest», schreibt der Verein.

Das Stück «Alles erfunde» ist ein aus dem englischen übersetzter Schwank in drei Akten. Er erzählt die Geschichte des Erfinders Thomas Studacher (Peter Schlienger), der es einfach nicht schafft, mit seinen Erfindungen Erfolg zu haben. So kommt es, dass sein Haus, das er mit seiner Schwester Erika (Christel Wernli) bewohnt, zwangsversteigert werden soll. Die letzte Hoffnung, das Unheil noch abwenden zu können, sieht Studacher in seiner neusten Erfindung – einem Roboter. Dass dieser ausgerechnet an dem Tag kaputt geht, an dem diverse Kaufinteressenten ins Hause Studacher kommen, ist der Anfang diverser Verwechslungen, Notlügen und Tricksereien. (az)

«Alles erfunde»: Freitag und Samstag, 13. und 14. sowie 19. und 20. Januar, 20 Uhr; Sonntag, 21. Januar, 14 Uhr im Saalbau in Stein.