Bei der Haltestelle «Ebnet» in Frick hockt der Wurm drin (siehe az vom 13. Juni). Jeden Morgen kurz vor Schulbeginn passieren die Oberstufenschüler in Frick die Schulstrasse. Dies, obwohl die Haltestelle «Ebnet» zu beiden Seiten eine Einbuchtung für den Bus hat, sodass die Schüler die Strasse gar nicht erst zu überqueren bräuchten.

Um Ebnet jedoch überhaupt anfahren zu können, brauchte die Linie 136 mehr Zeit. Die hat sie aber nicht, weil sie die Pendler rechtzeitig an die Bahnhöfe in Aarau und Frick bringen muss. Früh morgens fährt sie gar nicht erst durchs Dorf, sondern biegt noch vor Ebnet in den Blaieweg ein.

Schulbus zu teuer

Die Möglichkeit, einen Schulbus einzuführen, der die Schüler an der offiziellen Haltestelle «Ebnet» aussteigen lässt, wurde bereits verworfen. «Dieser müsste schon ab Oberhof geführt werden und würde für Kanton und Gemeinden zusätzlich Kosten verursachen», erklärt Patrick Zingg, Leiter der Filiale Aarau der Postauto AG. «Auch müssten wir sicherstellen, dass dieser Schulbus nur von Schülern benutzt würde», erklärt Zingg.

Im Kanton Aargau sind die Schülerkurse ins reguläre Angebot integriert. Deshalb fahren zur Stosszeit frühmorgens ab Gipf-Oberfrick zwei Busse, um Pendler und Schüler zu transportieren. «Beide fahren über den Blaieweg direkt zum Bahnhof Frick, sofern die Schüler Halt verlangen», bestätigt Zingg.

Strassenüberquerung vermeiden

Eine neue Haltestelle kurz nach der Bahnbrücke in Fahrtrichtung Frick wäre eine mögliche Lösung. Die Oberstufenschüler bräuchten die Strasse am Morgen gar nicht erst zu überqueren.

Jedoch bleibt für die Linien 134 und 137 der Halt im Blaieweg unumgänglich. Zum Schulschluss am Nachmittag drehen sie für die Schüler, die zum Bahnhof Frick müssen, eine Extrarunde über den Blaieweg und die Dammstrasse.

«Wir werden spätestens nach den Sommerferien reagieren», bestätigt Patrik Zingg. Denn an den Pendlerzeiten der Züge, die in Frick und Aarau halten, werde sich kaum etwas ändern.

Gelenkbus steht zur Diskussion

Da die Gemeinden an der 136er Linie weiter wachsen, liebäugelt die Postauto AG mit einem Gelenkbus, der ab Oberhof verkehren würde und die doppelte Linienführung überflüssig macht.

«Doch dazu müsste die Infrastruktur, unter anderem an den Bahnhöfen Aarau und Frick angepasst werden. Ebenso muss eine Alternative für den Halt am Blaieweg gefunden werden», so Zingg. Ein Gelenkbus würde zwar Kosten sparen, müsste aber, wie bereits die Linie 136, die Pendelzeiten an den Bahnhöfen in Aarau und Frick berücksichtigen.