Wölflinswil

Verzögerung bei Kirchensanierung: Nun wird Stabilität der Decke geprüft

Die Sanierung der Kirche Wölflinswil wird noch aufgeschoben, zuerst werden noch Abklärungen zur Stabilität der Decke getroffen.

Die Sanierung der Kirche Wölflinswil wird noch aufgeschoben, zuerst werden noch Abklärungen zur Stabilität der Decke getroffen.

Die Sanierungsarbeiten in der Kirche St. Mauritius in Wölflinswil kommen nicht wie erhofft voran. Bei Probebohrungen zeigte sich, dass die Proben teils etwas bröckelig waren. Wie lange die Verzögerung dauert, ist noch offen.

Eigentlich ist in Wölflinswil alles bereit für die geplante Sanierung der römisch-katholischen Kirche St. Mauritius. Rund 600 000 Franken hat die Kirchgemeindeversammlung im letzten Sommer für die Sanierung gesprochen.

Nach Pfingsten sollten die Arbeiten beginnen. Nun kommt es aber zu einer Verzögerung, wie Anton Kretz, Präsident der Baukommission und Mitglied der Kirchenpflege, auf Anfrage bestätigt.

«Die Sanierung erfolgt in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege», erläuterte Kretz. Erst im letzten Jahr war die Wölflinswiler Kirche – eine klassizistische Saalkirche aus dem Jahr 1821 – unter Denkmalschutz gestellt worden. Nun habe man in Absprache mit der Denkmalpflege beschlossen, die Stabilität der Decke vor der Sanierung zu prüfen, so Kretz weiter.

Bröckelige Proben

Erste Probebohrungen wurden bereits getätigt. Teilweise seien diese Proben etwas bröckelig gewesen, erklärt Anton Kretz. Deshalb wird nun von Spezialisten eine sogenannte Musterachse erstellt.

«Dabei wird die Decke an einer Wand-Ecken-Verbindung aufgeschnitten», erklärt der Präsident der Baukommission.

So soll geklärt werden, ob die Stabilität der Decke gewährleistet ist. Wann diese Musterachse erstellt wird, ist derzeit noch offen.

«Wir müssen dies auch mit den Kirchenterminen, wie beispielsweise Hochzeiten, koordinieren, da ein grosses Gerüst aufgestellt werden muss», so Anton Kretz. Und weiter: «Wir wollen aber nun die Auswertung abwarten, ehe wir mit den geplanten Arbeiten beginnen.»

Schliesslich sollen nicht in wenigen Jahren weitere Sanierungsarbeiten notwendig werden.

Zusatzkredit wäre nötig

Sollten die Ergebnisse der Untersuchung negativ ausfallen, wäre wohl gar ein Zusatzkredit notwendig. «Diesen müssten wir an einer weiteren Kirchgemeindeversammlung beantragen», so Kretz. Auch müsste der Zeitplan dann wohl komplett umgestellt werden.

Noch besteht bei den Verantwortlichen allerdings die Hoffnung, dass der schlimmste Fall nicht eintritt und die Bauarbeiten mit wenigen Wochen Verspätung in Angriff genommen werden können. Vorgesehen sind ein neuer Anstrich innen und aussen. Zudem sollen im Chor zwei gut erhaltene, farbige Fenster wieder eingebaut werden, die vor 40 Jahren ausgebaut und eingelagert wurden.

Die übrigen Fenster sollen saniert und die Beleuchtung und die Beschallungsanlage angepasst werden. «All diese Arbeiten wurden vom Bistum anlässlich eines Besuches abgesegnet», so Anton Kretz, «eigentlich ist alles in die Wege geleitet.»

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