Seit gestern ist im Provisorium der Schalter der Verwaltung wieder geöffnet. «Am Montag der letzen Woche hat ein Lastwagen die in Kartons verpackten Verwaltungsunterlagen und elektronische Geräte zum  ‹Schwert› transportiert», sagt Gemeindeschreiberin Jacqueline Stöcklin.

Einen Tag später richtete ein Elektriker die Hardware der Verwaltung ein: «Wir haben vor dem Umzug Fotos von der Verkabelung der Telefone, Drucker, Monitore und Computer gemacht. Dies hat dem Elektriker die Arbeit vereinfacht», erzählt Stöcklin.

Das Wochenende durchgearbeitet

Weil durch den Umzug und die Neueinrichtung vier Arbeitstage verloren gingen, musste einiges nachgeholt werden: «Ich habe das Wochenende durchgearbeitet», sagt die Gemeindeschreiberin. Da für Mitte bis Ende August bereist wieder der Umzug in das sanierte Gemeindehaus geplant ist, sind nur die notwendigsten Akten, wie beispielsweise aktuelle Projekte des Gemeinderates oder Rechnungsunterlagen des aktuellen und letzen Jahres, aus den Kartonschachteln ausgepackt worden. So stapeln sich derzeit unzählige Kartons mit Aktenordern zwischen Herd und Ofen der Küche des ehemaligen Restaurants.

Um zu verhindern, dass Verwaltungsbesucher vor verschlossenen Türen des Gemeindehauses stehen, wurde vorgesorgt: «Wir haben die Einwohner mit Flyern über unseren neuen Standort informiert. Zudem ist dies auch auf der Website der Verwaltung veröffentlicht», sagt Stöcklin.

Die Arbeitsabläufe sind am neuen Standort nicht beeinträchtigt. «Einzig der Geruch war am ersten Tag etwas streng, weil Fenster und Türen über einen längeren Zeitraum nicht geöffnet wurden», sagt die Gemeindeschreiberin. Es konnte sogar Inventar des ehemaligen Restaurants in den Arbeitsalltag der Verwaltung integriert werden: Eine Tischglocke, die früher von den Gästen des ‹Schwerts› verwendet wurde, um Bestellungen anzukündigen, ziert nun den Verwaltungstresen.

Dritter Arbeitsplatz entsteht

Da sich im alten Gemeindehaus zwei Angestellte bisher einen Arbeitsplatz teilen mussten, entschied der Gemeinderat an seiner letzten Sitzung, einen dritten Arbeitsplatz mit Schreibtisch und Computer einzurichten. «Eigentlich wäre dies erst in zwei bis vier Jahren vorgesehen gewesen», sagt Stöcklin und erklärt, dass es sich anbietet, parallel zur Sanierung des durchnässten Bodens, diese Baumassnahme in Angriff zu nehmen.

Der Arbeitsplatz soll dort eingerichtet werden, wo sich das ehemalige Archiv der Gemeinde befindet. Dieses wurde nach dem Wasserschaden in die Mehrzweckhalle verlegt und wir auf Dauer bleiben. Die Wand, die das ehemalige Archiv von der Gemeindekanzlei abtrennt, soll in den nächsten Wochen abgerissen werden.

Ein dritter Arbeitsplatz hat den Vorteil, dass die Arbeitszeiten der Verwaltungsangestellten flexibler werden: «Bisher war es immer so, dass entweder nur die Finanzverwalterin oder nur die Sachbearbeiterin arbeiten konnten. Nun ist es möglich, dass beide auch mal parallel arbeiten können, wenn es nötig ist», sagt Stöcklin.