Die Stadt Rheinfelden führte bisher einen Bestattungsdienst, der im ganzen Bezirk tätig war. Zu den Aufgaben gehörten die Einbettung der Verstorbenen in einen Sarg und die Überführung, gegebenenfalls auch die Bergung der Leiche bei Unglücksfällen, die hygienische Totenversorgung und Einkleidung.

Im letzten Jahr wurde der Dienst im Auftrag der Gemeinden, Angehörigen und Amtsstellen für rund 140 Einsargungen und Überführungen beansprucht.

Kosten werden übernommen

Auf Jahresende hebt die Stadt Rheinfelden den gemeindeeigenen Bestattungsdienst auf, der zum Teil zusammen mit Personal der Gemeinde Magden sichergestellt worden ist. Angehörige von Verstorbenen können künftig ein privates Bestattungsunternehmen ihrer Wahl mit den beanspruchten Dienstleistungen beauftragen, wie die Gemeinde Magden gestern mitteilte.

Die Einwohnergemeinde Magden übernimmt wie bisher die Kosten für die Leistungen, die im Anhang zum Friedhofreglement garantiert sind. Diese Leistungen werden durch die Einwohnergemeinde mit einer Pauschale abgegolten. Wer private Bestattungsdienstleister mit zusätzlichen Aufgaben beauftragen möchte, muss die Kosten selbst übernehmen, wie die Gemeinde festhält.

Die Stadt Rheinfelden hat eine neue Lösung gesucht, weil·es in den vergangenen Jahren stets schwieriger wurde, aus den Reihen des kommunalen Personals Mitarbeitende für den gemeindeeigenen Bestattungsdienst zu gewinnen. Die Bergung oder Versorgung von Verstorbenen ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die mit einer grossen Belastung verbunden ist.

Auf den 1. Januar 2014 übernimmt die Firma Ahorn Bestattungen GmbH das Inventar und damit die Bestattungsdienstleistungen, die bisher von der Stadt Rheinfelden angeboten wurden. Die Stadtverwaltung bleibt weiterhin für Angehörige Anlaufstelle im Todesfall und organisiert Überführung, Aufbahrung, Bestattung und die Trauerfeier.

Bisheriger Ablauf bleibt

Die Neuorganisation des Bestattungswesens ändert nichts am bisherigen Ablauf. Nach der Feststellung des Todes durch einen Arzt und der Meldung des Todesfalls an das zuständige Zivilstandsamt können die Verstorbenen abgeholt werden. Todesfälle müssen von den Angehörigen oder bevollmächtigten Personen persönlich in der jeweiligen Gemeinde angemeldet werden. Auf der Kanzlei oder beim Bestattungsamt der Gemeinde werden die Aufbahrung, Bestattung und Trauerfeier besprochen und in die Wege geleitet.