Frick
Verschaukelt – sie haben zwischen 80 und 100 Stunden geprobt

«De Schaukelstuehl» – nach 80 bis 100 Stunden Proben ist das Theater bühnenreif. Die Schauspieler freuen sich auf die Vorführungen in Fricks Monti.

Nadine Pfeifer
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Sogar die Polizei hat ein Theater mit dem unbeliebten Schaukelstuhl.Nadine Pfeifer

Sogar die Polizei hat ein Theater mit dem unbeliebten Schaukelstuhl.Nadine Pfeifer

Nadine Pfeifer

Da haben sie das Geschenk, die Laienschauspieler vom Theaterverein Staffeleggtal. Der Schaukelstuhl, ein gut gemeintes Geschenk von Tante Lina, steht im gleichnamigen Stück einfach immer im Weg und die Familienmitglieder scheitern in all ihren Bemühungen, ihn loszuwerden.

Die Groteske, die den Alltag einer Familie in den 60er-Jahren humorvoll überzeichnet, hat die Mitwirkenden ganz schön gefordert. Seit Januar wurde drei Mal pro Woche gemeinsam geprobt. «So 80 bis 100 Probestunden kommen schon zusammen», sagt Regisseur Daniel Suter. Das schweisst das Team zusammen. Wenn man nach einem harten Arbeitstag noch so eine Leistung erbringen muss, könne man sich nicht verstecken. Die «Theaterfamilie» sei eben nicht nur ein Klischee.

Dazu kommt noch das Lernen der Texte zu Hause, auch für kleine Rollen eine grosse Aufgabe. «Wer nur drei Sätze hat, muss sofort abliefern und kann seine Leistung nicht im Laufe des Stücks steigern, um beim Publikum in guter Erinnerung zu bleiben», erklärt Daniel Suter.

Das Bühnenbild wird für die Bühne in Fricks Monti Jahr für Jahr eigens konstruiert. Eine spezielle Aufgabe in Anbetracht dessen, dass die Szenenwechsel ohne schützenden Vorhang ablaufen. Das Bühnenbild kann auf- und zugeklappt werden und ist so auf drei verschiedene Szenerien einstellbar. Das Publikum kann alles beobachten, damit es ruhig und zügig vor sich geht, müssen deshalb auch die Bühnenbildwechsel gut einstudiert sein.

Vielfältige Rollen

Am diesjährigen Stück gefällt Regisseurin Cecile Suter speziell, dass es viele verschiedene Rollen bietet. «Es sind 19 Rollen und weil wir nur 14 Leute sind, haben einige sogar zwei Rollen. So eine Vielfalt ist einzigartig.» Daniel Suter freut sich vor allem darauf, auch selber entspannt mitlachen zu können und «zu sehen, was man aus den Leuten herausgeholt hat».

Unter diesen Leuten sind auch einige neue Gesichter anzutreffen. Die vielen Rollen, die unterschiedlich aufwendig sind, bieten auch für Theaterneulinge gute Einstiegsmöglichkeiten. Gleich mehrere Jugendliche, die bisher im Kindertheater des Theatervereins Staffeleggtal mitgewirkt haben, spielen erstmals bei den Erwachsenen mit. Eine Win-win-Situation für die Theatertruppe: «Die alten Hasen können von den sehr engagierten Jungen etwas lernen und die Jungen profitieren von der Erfahrung der Routiniers», sagt Daniel Suter.

Prominente Überraschung

Zwei Fragen bleiben bis zur Premiere am Donnerstag 30. April noch offen. Wer wird die Fünfliber-Rolle besetzen? Bei jeder Aufführung soll ein anderes bekanntes Gesicht zur Überraschung des Publikums in eine kleine Rolle schlüpfen. Und wird es der Familie Büchler schlussendlich doch noch gelingen, den lästigen Schaukelstuhl loszuwerden?

«De Schaukelstuehl» wird vom 30. April bis zum 2. Mai und vom 7. Mai bis zum 9. Mai jeweils um 20.15 Uhr in Fricks Monti aufgeführt.

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