Wer auf den Homberg hoch über Zeihen will, der braucht etwas Energie. Entlöhnt wird er mit einer grossartigen Aussicht. Bis zum Säntis sehe man an guten Tagen, weiss Franz Wülser, Gemeindeschreiber in Zeihen und Elfingen.

Die az-Wanderer hatten zwar genug Energie und kamen in flottem Tempo auf den Berg. Doch von Aussicht war dann nicht mehr viel zu sehen. Oberzeihen, Zeihen, Herznach waren gut auszumachen. Fernsicht gab es keine. Und just als die az-Wanderer beim Aussichtspunkt ankamen, schlug das Wetter um.

Wieso es im Wald oberhalb von Zeihen Erdlöcher hat

Franz Wülser zu den Erlöchern bei Zeihen

Es begann zu regnen. Statt der vorgesehen Rast, gab es eine Umziehpause. Und die 100 Wandervögel machten sich auf nach Linn. Dort, unter der 700-jährigen Linde, fanden sie Unterschlupf. Einen Schutz, den sie eigentlich gar nicht mehr brauchten. Denn als die Hundertschaft in Linn einmarschierte, schlug das Wetter wieder zurück, ja selbst die Sonne lugte hervor. Richtiges Imbiss-Wetter. So schloss der Tag in der kleinsten Aargauer Gemeinde so wie er schon am frühen Morgen in Zeihen begonnen hatte: Mit einem herzhaften Mal. (rsn)