Die Aargauer Staatsanwaltschaft hat im Fall des Unwetter-Dramas von Sulz das Verfahren gegen den 35-jährigen Ehemann des Todesopfers eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft hatten wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Sprich: Die Ermittler untersuchten, ob der Mann unsorgfältig handelte, als er mit dem Auto in die Fluten fuhr.

Man sei aber zum Schluss gekommen, dass der Mann nicht habe ahnen können, dass dadurch seine Frau getötet werde, erklärte Elisabeth Strebel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber Tele M1, die heute Abend darüber berichten werden.

Ertrunkene Frau im Sulzerbach - Verfahren gegen Ehemann eingestellt

Ertrunkene Frau im Sulzerbach - Verfahren gegen Ehemann eingestellt

Ehemann wäre nicht verurteilt worden

Bei dem Verfahren hätte es sich um ein Standardvorgehen gehandelt, das die Ermittler hätten vollziehen müssen, so Strebel weiter.

So wäre der Ehemann nie und nimmer von einem Gericht verurteilt worden, da in diesem Fall eine Bestrafung laut Strafgesetzbuch unangemessen wäre, weil der Ehemann schon genug leide durch den Verlust seiner Frau.

Heftiges Gewitter wütete

Die 32-jährige Frau war am Abend des 2. Mai 2013 mit ihrem Ehemann im Auto unterwegs. Ein heftiges Gewitter wütete in der Schweiz und liess Gewässer anschwellen, so auch den Dorfbach in Sulz. Dabei wurde die Hauptrasse überschwemmt und das Auto mitgerissen.

Das Ehepaar konnte sich zuerst auf das Dach retten. Anwohner retteten den Mann mit Seilen aus dem reissenden Bach. Die Frau wurde aber von den Wassermassen weggeschwemmt und einige hundert Meter weiter tot geborgen.

Die Berichterstattung von Tele M1 am Tag nach dem Unfall:

In Sulz herrscht Trauer nach dem tödlichen Unfall durch Ertrinken

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