Oberes Fricktal
Verein wehrt sich gegen Deponie

Vor einem Monat wurden die Pläne für eine Aushubdeponie zwischen Herznach und Ueken vorgestellt. Nun formiert sich Widerstand.

Nadine Böni
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Ein Verein will das Naherholungsgebiet Buech erhalten. (Archiv)

Ein Verein will das Naherholungsgebiet Buech erhalten. (Archiv)

CHR

Ab 2017 soll im Gebiet Buech zwischen Herznach und Ueken Aushubmaterial deponiert werden. So sehen es die Pläne des Planungsverbands Fricktal Regio und der Unternehmergruppe Arf (Ernst Frey AG, Erne AG und Ziegler AG) vor. Anfang März informierten sie über das Projekt. Nun formiert sich in den beiden Gemeinden Widerstand.

Verein will Gebiet erhalten

Vergangene Woche fand in Herznach die Gründungsversammlung des Vereins «Erhalt Buech» statt. Rund 50 Mitglieder hat der Verein bereits. Das Ziel ist – wie der Name schon sagt – der Erhalt der «Naherholungszone Buech».

Der Vereinspräsident führt dazu vor allem zwei Gründe an: Das Gebiet Buech gehöre erstens zum Jurapark. «Damit ist es Teil eines regionalen Parks von nationaler Bedeutung. Darin kann es keine Deponie geben», sagt Max Sterchi. «Zweitens sind die Immissionen, die so eine Deponie mit sich bringt, gross.»

Von bis zu 45 Fuhren täglich wurde an der Infoveranstaltung des Planungsverbands und der Unternehmergruppe gesprochen. Hinzu kämen Lärm und Staub. «Herznach ist als Deponiestandort nicht geeignet – auch wegen der Nähe des Wohngebiets», sagt Sterchi.

Verband nicht überrascht

Das weitere Vorgehen des Vereins ist offen. Am 28. April wollen die Gemeinden Ueken und Herznach mit dem Planungsverband die Bevölkerung über das Projekt informieren. «Danach entscheiden wir, wie es weitergeht», sagt Sterchi. «Es ist noch ein langer Weg zur Deponie. Wenn wir sie verhindern wollen, gibt es dazu einige Möglichkeiten.»

Beim Planungsverband ist man derweil nicht vom Widerstand überrascht. «Es ist klar, dass so ein Projekt auf Gegenwehr stösst», sagt Vizepräsident Christian Fricker. Er betont, dass es sich beim Aushub um «sauberes Material» handelt und dass man sich bei der Wahl des Standorts bewusst für das Gebiet Buech entschieden habe: «Wir möchten vermeiden, dass das Aushubmaterial durch die halbe Welt gekarrt wird», so Fricker. Der Vorstand sei nach wie vor vom Standort überzeugt.

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