Laufenburg
Verein ist gegründet – Töpferöfen werden winterfest verpackt

Am Mittwoch wurde der Verein Pro Römische Geschichte gegründet. Ziel ist es, die gut erhaltenen römischen Töpferöfen zu erhalten und die römische Geschichte von Laufenburg aufzuarbeiten und zu präsentieren.

Hans Christof Wagner
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Gast bei der Gründungsversammlung des Vereins Pro Römische Geschichte Laufenburg war Daniel Wehrli als Legionär. Der Vereinsvorstand besteht aus (v.l.) Elisabeth Hesse, Mirko Purgato und Maria Wenczel.hcw

Gast bei der Gründungsversammlung des Vereins Pro Römische Geschichte Laufenburg war Daniel Wehrli als Legionär. Der Vereinsvorstand besteht aus (v.l.) Elisabeth Hesse, Mirko Purgato und Maria Wenczel.hcw

Hans Chrsitof Wagner

Zehn Gründungsmitglieder zählt der neue Verein mit dem Namen Pro Römische Geschichte Laufenburg, sieben davon waren am Mittwochabend im Museum Schiff anwesend. Diese stimmten den von den Initianten Mirko Purgato und Elisabeth Hesse vorgelegten Statuten zu.

Laut diesen wird der Mitgliedsbeitrag für Erwachsene mindestens 20 Franken pro Jahr, für Jugendliche zehn Franken betragen. Gönnermitgliedschaften sind für 50, 100, 500 und 1000 Franken jährlich möglich. Der Vorstand besteht aus drei Personen – neben Präsident Mirko Purgato und Elisabeth Hesse erklärte sich Maria Wenczel bereit zu kandidieren. Die beiden Frauen haben noch keine festen Aufgabengebiete.

Erste Zusagen erhalten

Als Ziel setzt sich der Verein die Aufarbeitung und Präsentation der römischen Geschichte von Laufenburg und der umliegenden Region, sowohl für die Bevölkerung Laufenburgs wie auch für die Besucher der Stadt. Zukünftig kann sich der Verein die Anlegung eines Römerpfads, Römerführungen und die Veranstaltung von Römertagen oder -wochen vorstellen.

Finanzieren will er sich durch Mitgliedsbeiträge, Sponsoring, Einnahmen durch Veranstaltungen, Stiftungsgelder und Spenden. Laut dem Vorstand hat die Stadt schon Unterstützung signalisiert. Zudem gebe es die Zusage einer Einzelperson über 1000 Franken Gönnerbeitrag. Purgato teilte am Mittwochabend mit: «Ich bin in Laufenburg aufgewachsen und Geschichte hat mich schon immer interessiert.» Elisabeth Hesse sagte, dass sie die Führung über das Ausgrabungsgelände an der Baslerstrasse Anfang Oktober berührt habe. Die Zerstörung der römischen Funde dort täte ihr sehr leid.

Konkret geht es dabei um zwei gut erhaltene römische Töpferöfen. Diese möchte der neue Verein am liebsten an Ort und Stelle belassen und in die geplante Tiefgarage der Wohnsiedlung Rhypark integrieren. Möglich sei auch die Reproduktion der Objekte mithilfe eines 3D-Druckers. Die höchsten Kosten verursachten aber die Bergung der Öfen in einem Stück und ihre anschliessende Konservierung.

Zeit bis im Frühling

Purgato und Hesse konnten für sie positive Nachrichten vom Fortgang des Bauprojekts präsentieren. Den Beiden zufolge hat die Kantonalarchäologie zugesichert, die beiden Öfen am Fundort winterfest zu verpacken. Bis Frühjahr ruhten die Bauarbeiten. «Das verschafft uns Zeit», sagte Purgato. Er und die anderen Vereinsmitglieder hoffen auch auf den in Kaiseraugst ansässigen und mit dem Projekt Rhypark betrauten Bauunternehmer Ernst Frey. Dieser stehe der Archäologie sehr aufgeschlossen gegenüber, hiess es.

Als Attraktion bei der Gründungsversammlung im Museum Schiff wirkte Daniel Wehrli mit. Er trat für den Verein Legio XI als römischer Legionär Claudius Antonius Brocolus auf und begrüsste die Anwesenden auf Latein. Er präsentierte beim anschliessenden Apéro mit Puls und Posca auch zwei echte römische Spezialitäten.