Tod
Verbrennungstod des Plattenlegers in Möhlin bleibt rätselhaft

«Ein Gewaltverbrechen schliessen wir aus», sagt Elisabeth Strebel, Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft. Aber die Frage, weshalb der 51-jährige Plattenleger in Brand geriet, bleibt offen. Er starb letzte Woche an schweren Verbrennungen.

Hans Lüthi
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Im diesem Einfamilienhaus in Möhlin war der Mann beschäftigt, als es zum tödlichen Unfall kam.

Im diesem Einfamilienhaus in Möhlin war der Mann beschäftigt, als es zum tödlichen Unfall kam.

Tele M1

Die Aargauer Staatsanwaltschaft hat die vorhandenen Spuren untersucht, aber die genauen Umstände bleiben rätselhaft. Klar ist indessen laut Sprecherin Elisabeth Strebel, dass es sich nicht um ein Verbrechen handelt. Der Plattenleger ist durch eine Brennflüssigkeit in Brand geraten. Er konnte am Mittwoch letzter Woche gegen 11.30 Uhr noch brennend aus einem Einfamilienhaus rennen, bevor er auf dem Rasen zusammenbrach und starb. Erwiesen ist, dass der 51-Jährige an den Verbrennungen gestorben ist. Feuerwehr, Ambulanz und Polizei waren rasch zur Stelle und versuchten ihn noch zu retten, aber leider vergeblich.

Opfer aus Deutschland

Das Opfer konnte inzwischen eindeutig identifiziert werden. Es handelt sich um einen 51-jährigen Mann aus dem deutschen Rheinfelden. Die deutschen Medien nannten auch seinen Namen, weil sich die Witwe an die Öffentlichkeit gewandt hatte, um Spekulationen vorzubeugen. Er hatte die Frau erst Anfang Juni geheiratet. In Möhlin war der Mann damit beschäftigt, Bodenplatten zu verlegen.

Wie die im Haus entdeckte Brennflüssigkeit an den Körper des Opfers geriet, konnte die Staatsanwaltschaft nicht klären. Es gebe auch keine Hinweise auf einen Suizid. Die Ermittler gehen nicht mehr davon aus, dass sie den rätselhaften Arbeitsunfall klären können. Wenn aber Zeugen genauere Angaben machen können, sind diese nach wie vor willkommen.

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