Rheinfelden
Verband soll ins Rheinfelder Polizei-Haus einziehen

An der Gemeindeversammlung wird über einen Millionen-Kredit für die Sanierung der Liegenschaft an der Marktgasse abgestimmt.

Nadine Böni
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Die Zügelkisten stehen wohl bald bereit: Kantons- und Regionalpolizei ziehen aus dem Gebäude an der Marktgasse aus. Wer als Mieter folgt, ist offen. (Archiv)

Die Zügelkisten stehen wohl bald bereit: Kantons- und Regionalpolizei ziehen aus dem Gebäude an der Marktgasse aus. Wer als Mieter folgt, ist offen. (Archiv)

Nadine Böni

Die Traktandenliste für die Rheinfelder Einwohnergemeindeversammlung vom 17. Juni ist kürzer als auch schon – und die ganz grossen Posten fehlen. Ein Verpflichtungskredit bringt die Stadt vor: Sie will die Liegenschaft an der Marktgasse 1 – heute Standort der Kantonspolizei und Regionalpolizei Unteres Fricktal – sanieren.

Die beiden Polizeien werden das Gebäude im Spätsommer verlassen und in das neue Verwaltungsgebäude an der Riburgerstrasse ziehen.

Für das Gebäude an der Marktgasse hat der Gemeindeverband Soziale Fachbereiche des Bezirks Rheinfelden Interesse angemeldet. Er ist heute in drei Liegenschaften (Rindergasse 6/8, Zollrain 3 und Baslerstrasse 15) untergebracht und wünsche sich gemäss Stadtammann Franco Mazzi eine Zusammenführung. «Dadurch ergäben sich Synergien in der Zusammenarbeit der verschiedenen Fachstellen.»

Die letzte Sanierung des Gebäudes an der Marktgasse liegt fast 40 Jahre zurück. Für eine Neuvermietung sei deshalb eine Sanierung nötig, sagt Mazzi. «Im Zuge der Sanierung wird die Liegenschaft auf die Bedürfnisse des neuen Mieters angepasst.» So soll beispielsweise ein barrierefreier Zugang geschaffen werden.

Verband entscheidet noch

1,62 Millionen Franken veranschlagt die Stadt für das Projekt. Der Mietzins für den Gemeindeverband beläuft sich auf knapp 140 000 Franken jährlich. Der Terminplan sieht vor, dass zunächst die Gemeindeversammlung über den Kredit abstimmt. Im August entscheidet dann der Gemeindeverband, ob er mit den Mietkonditionen einverstanden ist. «Ist er das nicht, wird die Sanierung nicht gestartet», sagt Mazzi. Dann ginge es darum, einen neuen Mieter zu finden, der die Konditionen akzeptiert – oder mit einem neuen Mieter ein neues Konzept für das Gebäude auszuarbeiten.

So kurz die Traktandenliste – so umfangreich der Geschäftsbericht. Auf über 200 Seiten gewährt die Stadt Einblick in ihre Zahlen. Die wichtigsten: Die Erfolgsrechnung 2014 schliesst mit rund 7,8 Millionen knapp 400 000 Franken höher als budgetiert. Die Investitionen waren hingegen deutlich tiefer. «Ein Hauptgrund ist das Rote Haus, das von der Bevölkerung abgelehnt wurde. Auch andere Bauprojekte liefen erst verzögert an», sagt Mazzi. So bleibt in der Rechnung ein Fehlbetrag von knapp 2,3 Millionen – was aber nicht beunruhigend sei, so Mazzi. «Das liegt im Rahmen des Erwarteten.»

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