Wölflinswil
Verarbeitete und veredelte Produkte aus dem Dorf

Er ist ein beliebter Treffpunkt, der Wölflinswiler Herbstmärt. Selbst nach 33 Jahren hat er nichts von seinem Reiz verloren. Die Marktbummler fanden auch diesmal auf dem Dorfplatz rund 50 Stände mit einem reichhaltigen Angebot vor.

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Lecker, lecker: «Öpfelchüechli» an einem Stand am Wölflinswiler Herbstmärt.

Lecker, lecker: «Öpfelchüechli» an einem Stand am Wölflinswiler Herbstmärt.

chr

«Die ganze Woche habe ich abends Torten gebacken und Konfitüre gemacht», verriet eine Wölflinswilerin, deren Produkte am Herbstmärt reissenden Absatz fanden. «Wir haben nur einen Teil unserer Kürbisse und Salate mit an den Stand gebracht – auf unserem Hof haben wir eine grosse Auswahl», sagte ein Bauer, dessen Gemüse sehr gefragt war. Allerlei Obst, Säfte, Selbstgebasteltes, kunsthandwerkliche Arbeiten und viele weitere Produkte, alle verarbeitet und veredelt aus dem Dorf, wurden von den Marktfahrerinnen und -fahrern an rund 50 Ständen auf dem Dorfplatz angeboten.

Auf einen Schwatz

Aus nah und fern war Volk an den 33. Herbstmärt gekommen. Man traf sich dort zu einem Schwatz, auf einen Drink und genoss die Geselligkeit in grosser Runde. Mit Kulturbeiträgen und musikalischen Einlagen auf dem Dorfplatz, der sich für einen Tag in einen Märtplatz verwandelt hatte, wurde das Publikum unterhalten. Mit seinem Pferdegespann bot Gusti Lenzin auch diesmal wieder die beliebten Kutschenfahrten an und das Schätzquiz des Organisationskomitees mit den vom Gewerbe gesponserten Preisen fand regen Zuspruch.

Wölflinswiler Brot am Wölflinswiler Herbstmärt
4 Bilder
Schifflischaukel als Lunaparkattraktion am Wölflinswiler Herbstmärt
Geschenkideen aus heimischer Produktion
Kürbisauswahl am Herbstmärt Wölflinswil

Wölflinswiler Brot am Wölflinswiler Herbstmärt

Walter Christen

Für Verpflegung sorgten die Landfrauen im Märtbeizli und die Männerriege mit dem Samariterverein im Raclettestübli. Barbetrieb, ein kleiner Lunapark mit Karussell und Schifflischaukel, ein «Musikalisches Märli» und das Armbrustschiessen rundeten das vielfältige Rahmenprogramm ab.

Nur einheimische Marktfahrer

1982 befassten sich ein paar Wölflinswiler mit der Idee, einen Märt auf dem Dorfplatz zu organisieren. Der Erfolg stellte sich bereits mit dem ersten Herbstmärt ein und hält bis heute an. Das Besondere am Herbstmärt in Wölflinswil ist seit jeher, dass nur Einheimische zugelassen sind und nur Produkte verkauft werden dürfen, die im Dorf gewachsen sind, hergestellt oder veredelt wurden. Dieses Rezept hat sich bis heute bewährt und verleiht dem Herbstmärt seinen Charakter.

Der Reichtum des Angebots erstaunt alljährlich. Neben dem, was der Boden und die Landwirtschaft hergeben, trifft man an etlichen der rund 50 Stände auf kreative Seite der Wölflinswiler: Kunsthandwerk und Handarbeiten in allen Formen werden da dem Besucher verlockend präsentiert.Wer schon an Weihnachten denkt, der fandet an diesem Märt sicher eine Trouvaille. Die Käuferschaft schätzt offensichtlich den direkten Kontakt mit den Produzenten, dies gilt insbesonders für die landwirtschaftlichen Produkte. Die Besucherinnen und Besucher kamen freilich nicht nur nach Wölflinswil, um zu sehen was die Markfahrer anzubieten haben. Der Herbstmärt hat sich in den vergangenen über 30 Jahren zu einem regelrechten Treffpunkt entwickelt. Ein Flanieren und Diskutieren herrscht, da und dort isst oder trinkt man zusammen etwas und trifft schon wieder jemanden, den man kennt. Auch Heimweh-Wölflinswiler kommen jedes Jahr gerne ins Dorf, um alte Bekannte zu treffen. (chr)

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