Laufenburg
Veranstalter wünschen sich mehr Publikum aus der Schweiz

Renata Vogt vom grenzüberschreitenden Kulturausschuss zieht nach den Kulturtagen «Fliessende Grenzen» 2014 ein positives Fazit – trotz «Unebenheiten»

Markus Vonberg, Südkurier
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Renata Vogt blickt bereits erwartungsfroh ins kommende Jahr. Die Verantwortlichen sind bereits dabei, wiederum ein hochkarätiges Programm auf die Beine zu stellen.

Renata Vogt blickt bereits erwartungsfroh ins kommende Jahr. Die Verantwortlichen sind bereits dabei, wiederum ein hochkarätiges Programm auf die Beine zu stellen.

Herbrig

Renata Vogt, wie zufrieden sind Sie nach den 15. Laufenburger Kulturtagen «Fliessende Grenzen»?

Ich bin mit den Kulturtagen 2014 insgesamt sehr zufrieden. Es gibt aber auch noch ein paar Unebenheiten.

Welche Unebenheiten?

Vor allem die Frage, wie wir mehr Schweizer Publikum gewinnen können. Da überwiegt nämlich deutlich der deutsche Anteil. Die Kulturtage sind aber ein Projekt des grenzüberschreitenden Kulturausschusses Laufenburg.

Unser Ziel ist es, Leute aus beiden Ländern zu erreichen. Ausserdem müssen wir überlegen, wie wir es bei Veranstaltungen im Schlössle hinbekommen, dass dort auch die Besucher in den hinteren Reihen visuell alles mitbekommen.

Welche Veranstaltungen fanden denn besonders guten Zuspruch?

Eindeutig das Konzert von Max Mutzke, unserem Lokalmatador aus Waldshut. Er ist nicht nur ein ausgezeichneter Musiker, sondern auch ein exzellenter Entertainer. Um die 400 Leute sahen ihn. Zu Carmen Souza kamen 300 Personen. Bei den Kernölamazonen waren es 350. Die Kernölamazonen kannte unser Publikum ja schon, denn sie waren vor zwei Jahren bereits einmal hier.

Wie hat sich der erstmals angebotene Festivalpass bewährt?

Rund 40 Prozent der Eintrittskarten für Max Mutzke, Carmen Souza und Kernölamazonen wurden über den Festivalpass verkauft. Er wurde also immens gut angenommen. Dazu beigetragen hat, dass die Tickets übertragbar waren, also nicht alle drei Veranstaltungen besucht werden mussten, sondern die Karten auch weiterverschenkt oder weiterverkauft werden konnten. Ich habe aber auch viele gesehen, die alle drei Veranstaltungen des Festivalpasses besucht haben. Unsere andere grosse Neuerung war die Zusammenarbeit mit dem Rehmann-Museum und dem Jazzcafé. Auch das hat gepasst. Wir wollen das gegenseitige Know-how nutzen, Energien bündeln und Synergien schaffen – alles zum gegenseitigen Vorteil.

Was wird es bei den Kulturtagen 2015 zu sehen und zu hören geben?

Das werde ich sicherlich noch nicht verraten. Aber die Hälfte des Programms ist schon auf dem Tapet. Wer ein hochkarätiges Programm auf die Beine stellen will, der muss sich frühzeitig darum bemühen und das ganze Jahr dafür auf Achse sein, Veranstaltungen und Kleinkunstbörsen besuchen, Kontakte knüpfen.

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