Stein

Vandalenakte bei Party: Kosten Kameras den Schmierfinken den Kragen?

Anhand von Videoaufnahmen versucht die Kantonspolizei, die Vandalen zu ermitteln. Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht.

Den Ostermontag hatte sich Gemeindeschreiber Sascha Roth sicher anders vorgestellt. Fünf Stunden verbrachte er damit, das Material zu sichten, das mehrere Videokameras in der Nacht von Samstag auf Sonntag aufgezeichnet haben. Die Extraschicht war notwendig, weil eine Party ausartete, die ein 23-Jähriger im Clubhaus des FC Stein veranstaltete. Neben einer Vereinskasse, aus der 900 Franken gestohlen wurden, verübten die Täter einen Brandschaden auf der Tartanbahn und brachten auf dem Weg zum Bahnhof 25 Schmiererein an Gebäuden und auf Gegenständen an.

Roth hat für den Vandalenakt nicht mehr als ein Kopfschütteln übrig. «Schmierereien sind nichts Neues, aber in diesem Ausmass habe ich das noch nicht erlebt», sagt er. Durch die Vandalenakte sei ein Schaden «von mehreren tausend, wenn nicht gar über 10 000 Franken entstanden», so Roth, der hofft, dass die Polizei die Täter ermitteln kann, damit die Gemeinde nicht auf den Kosten sitzenbleibt.

Auch Juan Carlos Germann, Präsident des Vereins, stösst der Vandalenakt sauer auf. Zwar sei dies das erste Mal, dass es zu einem Vorfall gekommen sei, jedoch werde der Verein in Zukunft kritischer sein, wenn es um die Vermietung der Lokalität geht.

«Das ist dumm gelaufen»

Gegenüber «Tele M1» sagte der Veranstalter der Party, dass er im Clubhaus schon ein paar Partys organisiert habe und das noch nie etwas passiert sei. «Das ist jetzt einfach dumm gelaufen», so der 23-Jährige zu den Vorfällen.

Party ausgeartet: Saubannerzug vom Clubhaus FC Stein bis zum Bahnhof

Party ausgeartet: Saubannerzug vom Clubhaus FC Stein bis zum Bahnhof (Beitrag vom 22. April 2019)

Wegen eines Instagram-Posts zu einer privaten Feier tauchen plötzlich doppelt so viele Gäste wie erwartet auf. Dabei wird die Clubhaus-Kasse gestohlen und auch die Gemeinde versprayt.

Hinsichtlich Schadensersatzforderungen wartet der Vorstand die Ermittlungsergebnisse der Polizei sowie das Gespräch mit dem Veranstalter der Party ab. Falls die Täter nicht ermittelt werden könnten, sieht der Mietvertrag vor, dass der Mieter für den Schaden aufkommt. Gemäss dem Vereinsvorstand habe sich die Kasse an einem nicht leicht auffindbaren Ort befunden und sei aufgebrochen worden.

Die Chancen, die Täter zu ermitteln, stehen gemäss Kantonspolizei-Sprecher Bernhard Graser nicht schlecht – auch dank der Videoaufnahmen, die Roth für die Polizei gesichtet und dieser weitergegeben hat. «Die Aufnahmen sind zwar aufgrund der Dunkelheit schemenhaft, können jedoch dazu führen, dass die anderen Partygäste die Täter anhand von Merkmalen wie Mützen oder Ähnlichem erkennen könnten.» Hinzu kommt, dass das verwendete Tag «GEZS, ZEUS NOTZ» eventuell in Verbindung mit früheren Taten gebracht werden könnte.

Die Polizei nimmt Zeugenhinweise unter der Nummer 061 836 37 37 entgegen.

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Autor

Dennis Kalt

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