Frick

Vandalen zerstören neue Dino-Kunstbänke in Frick - Gemeinderat auch «zornig»

An der Dino-Bank-Aktion in Frick haben sich viele Sponsoren und noch mehr junge und ältere Künstler beteiligt. Was das Auge des einen erfreut, hat bei anderen leider eine Zerstörungswut ausgelöst. 6 der insgesamt 37 Bänke wurden zerstört.

«Wir hoffen doch so sehr, dass die Dinos in Frick nicht nochmals aussterben», sagt Gemeinderätin Susanne Gmünder Bamert. Erst vor wenigen Tagen wurden im Dorfzentrum 37 individuell gestaltete Dino-Sitzbänke wurden aufgestellt. 6 davon wurden bereits mutwillig demoliert.

Am Freitagmorgen stellte das dreiköpfige OK mit Susanne Gmünder Bamert, Andrea Oettl (Leiterin Saurier-Museum) und Comic-Zeichner Rainer Benz den Medien die kreativen Bänke und deren mehrteilige Aufgabe vor.

Die Idee ist, mit den fröhlichen Sitzgelegenheiten die Bevölkerung für das Dino-Dorf und sein Sauriermuseum zu sensibilisieren, die Leute aber auch zum Innehalten und Staunen zu veranlassen. Im August werden die Bänke am Gesangs- und Dorffest versteigert. Der Erlös ist für das Sauriermuseum bestimmt.

Strafanzeige eingereicht

Was leider im Vorfeld vom Organisationskomitee befürchtet und diskutiert wurde, letztlich aber ohne wirkliche Lösungsansätze blieb, ist nun leider auch eingetreten. Kurz nach dem Aufstellen, in der Nacht vom 15. auf 16. Mai, wurden bereits vier Dino-Kunstwerke beschädigt.

In der darauffolgenden Nacht wurde das Bänkli bei Optiker Schmid zur Post getragen und in den Bach geschleudert. Eine Nacht später dann wurde eine Dinobank in den Brunnen beim Café Kunz geworfen.

Das Unverständnis bei der Gemeinde ist gross: «Mit viel Herzblut und grossem Aufwand haben Schüler und Kunstschaffende wunderschöne Bänke zur Bereicherung und Verschönerung des Dorfes gestaltet. Die Bankrohlinge wurden von zahlreichen einheimischen Firmen und Gewerbetreibenden gesponsert.»

Der Akt der Zerstörung dieser Kunstwerke sei unverständlich und ein Affront gegenüber jenen Personen, die sich für die Allgemeinheit eingesetzt haben. «Das macht nicht nur nachdenklich, sondern auch zornig», findet der Gemeinderat deutliche Worte.

Deshalb wurde gegen Unbekannt Strafanzeige wegen Sachbeschädigung eingereicht. Allfällige Hinweise aus der Bevölkerung nimmt die Gemeindeverwaltung, Telefon 062 865 28 00, oder die Polizei entgegen.

Susanne Gmünder Bamert zeigt sich sehr enttäuscht über die Vandalenakte. Zusätzlich zur Mitteilung der Gemeindeverwaltung hat das Komitee ebenfalls einen Bevölkerungsaufruf gestartet.

Auch das Komitee hofft auf mögliche Beobachtungen, «die uns Hinweise zu Personen geben können, die mutwillig unsere mit viel Engagement und Herzblut erstellten Dino-Sitzbänke zerstört haben. Mögliche Täter, die sich ihrer Tat nicht wirklich bewusst waren und dies nun bereuen, werden gebeten, sich direkt beim Initiativkomitee der Fricker Dino Kunstbänke zu melden,» Susanne Gmünder Bamert gibt deshalb auch ihre direkte Nummer, 078 812 20 80, an.

Die Bänke einfach so abzutransportieren, geht laut Susanne Gmünder Bamert nicht. Es brauche mehrere, starke Personen, welche die schweren Sitzgelegenheiten zu tragen vermögen.

Trotz der sinnlosen Zerstörung ist die Freude beim OK gross, dass die Dino-Bank-Aktion bei einer Mehrheit der Bevölkerung auf Begeisterung stösst. Die demolierten Bänke sollen, sofern das Geld dafür aufgebracht werden kann, wieder instand gestellt werden.

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